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Sehr berührt von der Anteilnahme: Taxifahrerin Gabriele Sanktjohanser.

Spendenaktion der Heimatzeitung ist ein voller Erfolg

Große Hilfsbereitschaft für überfallene Taxifahrerin

Die Hilfsbereitschaft für die überfallene Taxifahrerin Gabriele Sanktjohanser ist enorm. Die Spendenaktion der Heimatzeitung ist ein voller Erfolg.

Taxifahrerin Gabriele Sanktjohanser ist Mitte Februar bei Gut Häusern überfallen und schwer verletzt worden. Jetzt ist die Hilfsbereitschaft für die 52-jährige Lauterbacherin groß. Ihre Kollegen unterstützen sie. Auch die Menschen in ihrem Heimatort Lauterbach kümmern sich rührend um sie. Und die Spendenaktion der Heimatzeitung ist ein voller Erfolg. Keine Erfolgsmeldung gibt hinsichtlich des Täters. Er war mit Gabriele Sanktjohansers Taxi geflüchtet und ist immer noch auf freiem Fuß. 

„Ich hab zwar nur eine kleine Rente, aber ich war diesen Monat sparsam (...). Könnten Sie bitte diese 50 Euro weiterleiten“, schrieb „eine Oma aus Erding“ an die Dachauer Nachrichten und legte einen Geldschein ins Kuvert. „Das hat mich sehr berührt“, sagt Gabriele Sanktjohanser, die allen Spendern ein „ganz großes Dankeschön“ sagen möchte. Bei der Aktion unserer Zeitung ist bislang ein fünfstelliger Betrag zusammengekommen.

 Geld, das die Taxifahrerin, die vor sechs Jahren bei Röhrmoos schon einmal Opfer einer brutalen Attacke geworden war, gut gebrauchen kann. „Mir geht es noch gar nicht gut. Ich habe starke Kopfschmerzen, und die Nächte sind eine Katastrophe“, sagt die 52-Jährige. Sie will nun ihren Job aufgeben. 

Ihr Taxi wurde mit Motorschaden in der Nähe der luxemburgischen Grenze gefunden. Die Raten dafür muss sie aber weiter abbezahlen, dazu noch den Kredit für ihr Haus. Schließlich hat die geschiedene Lauterbacherin auch noch ihre beiden schulpflichtigen Kinder zu betreuen. 

Der Opferschutzverein Weißer Ring stellt der Überfallenen eine Traumatologin zur Verfügung. Mit deren Hilfe möchte sie die schreckliche Tat verarbeiten. Der Täter ist womöglich in Luxemburg untergetaucht, so das Polizeipräsidium Oberbayern Nord. Eine heiße Spur gab es bis gestern noch nicht.

Thomas Zimmerly

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