Gemeinderat Odelzhausen

Grünes Licht für Partnerschaft mit Amelia

Der Gemeinderat Odelzhausen hat in seiner Dienstagssitzung den Weg endgültig frei gemacht für eine Partnerschaft der Glonntalgemeinde mit dem italienischen Städtchen Amelia. 

Odelzhausen – In Odelzhausen herrscht eine regelrechte Aufbruchstimmung. Im August fährt eine Delegation ins schöne Umbrien, um die Verbundenheit urkundlich zu fixieren.

 „Wir sind schon auf dem Brenner – wir brennen schon darauf“ textete Udo Jürgens für seinen Song anlässlich der Fußball-WM 1990 in Italien. Und die deutschen Nationalspieler um Lothar Matthäus und Andi Brehme trällerten stimmlich limitiert und mimisch zurückhaltend die passende Melodie ins Mikro. Über den Brenner wollen auch Gemeindebürger von Odelzhausen schon bald, allerdings mit wesentlich mehr Schwung. Nachdem der Gemeinderat in seiner Dienstagssitzung endgültig und einstimmig grünes Licht für eine Partnerschaft zwischen Odelzhausen und dem italienischen Städtchen Amelia gab, herrscht an der Glonn Aufbruchstimmung. Bürgermeister Markus Trinkl sprach von einem „total begeisternden Engagement“ seiner Mitbürger, die am 20. Februar in der Gründung eines Partnerschaftsvereins zum Ausdruck kommen wird.

Den Anstoß zu der Liaison zwischen Odelzhausen und Amelia, das rund 100 Kilometer nördlich von Rom liegt, hatte vor dreieinhalb Jahren Elia Iacocagni gegeben. Er war 1965 von der italienischen Kleinstadt mit seinen heute 12 000 Einwohnern nach Odelzhausen gekommen und hatte Trinkl erklärt, dass seine umbrischen Landsleute „sehr gastfreundlich, offen und modern“ seien. Als eine Delegation um den Bürgermeister in Amelia nachsah, stellte sie fest, dass Iacocagni recht hatte.

Das zarte Pflänzchen Partnerschaft wurde weiter genährt. So waren Odelzhauser Realschüler auf Abschlussfahrt in Amelia, und zwei italienische Köchinnen verzückten in Odelzhausen mit ihren Künsten ihr Publikum.

Bürgermeister Trinkl gab in der Gemeinderatssitzung zu bedenken, dass das Engagement aus der Bürgerschaft und nicht von der Politik getragen werden müsse, denn „Politiker sind austauschbar, die Bürger nicht“.

In der Zeit von 9. bis 13. August ist es nun soweit: Ein Bus aus Odelzhausen wird über den Brenner den Stiefel hinunter bis nach Amelia fahren. Das Vehikel wird vermutlich rappelvoll sein. Unten in Umbrien soll die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet werden. Wie textete Udo Jürgens so passend: „Wir sind enorm motiviert und in Form. Und die Freundschaft gewinnt. Versiegelt das Tor, schiebt elf Riegel davor, denn wir kommen bestimmt.“ Wie sagte Markus Trinkl so schön: „Die Blaskapelle Sittenbach hat signalisiert, in Mannschaftsstärke mitzufahren.“ Das ist erfreulich, denn das musikalische Können der Sittenbacher ist zweifelsfrei wesentlich besser als das von Matthäus, Brehme und Co.

Thomas Zimmerly

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