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Abschiedsgeschenk: Albert Sikora übergab ein Apfelbäumchen an Kollegin Andrea Wiesner.

Abschied vom Rektor

Albert Sikora wird jetzt schon vermisst

Bergkirchen - Wie gerne sie ihren Rektor behalten hätte, das machte die große Schulfamilie in Bergkirchen mit einer bewegenden Abschiedsfeier deutlich. Albert Sikora, der ins Schulamt wechselt, war überwältigt von so viel Zuneigung.

„Zum Feiern ist uns nicht zumute“, meinte Bürgermeister Simon Landmann bei der Verabschiedung von Albert Sikora, der nach vierjähriger Tätigkeit als Rektor die Grund- und Mittelschule Bergkirchen verließ, um seine neue Stelle als Schulrat anzutreten.

Landmann würdigte „das unermüdliche Engagement Sikoras, „sein Fingerspitzengefühl, mit dem er Weichen stellte“ und die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bergkirchen, dem Träger der Schule. Dazu kam der kleine Hinweis an Sikora, er möge als Schulrat die Gemeinde Bergkirchen nicht vergessen.

Die kommissarische Rektorin Andrea Wiesner wandte sich in sehr persönlichen Worten an „den lieben Albert“, der in den vergangenen vier Jahren als „allseits beliebter Schulleiter“ mit „Herz und Verstand“ unter anderem die M10-Klasse eingeführt habe, die Kooperation mit der Partnerklasse aus Schönbrunn förderte, die Technik auf Vordermann brachte und so die Schule zu einer modernen Bildungseinrichtung machte.

Trotz des Abschiedsschmerzes verkündet die Schule nun stolz: „Wir sind Schulrat“. Darüber hinaus huldigte der Lehrerchor seinem Freund Albert mit der „Löwenpower“, Fähnchen schwenkend, als 1860-Fan und bescheinigte ihm: „Du bist so stark wie nie zuvor“.

Und wie der Aufstieg funktioniert, demonstrierte die komplette Schulfamilie zum krönenden Abschluss auf dem Schulhof mit weißen und blauen Luftballons, die unter Trommelwirbel zum Himmel aufstiegen.

Mit lustigen, selbst getexteten Liedern bedankten sich die Grundschüler bei ihrem ehemaligen Rektor, der „ins Schulamt nei gfahrn ist und jetzt nimmer hoam derf“. Schüler der Klasse 5 trugen das Gedicht „Der volle Sack“ von Wilhelm Busch vor, das Albert Sikora auf seinem Lebensweg stets begleitet hat und zu seinem Motto wurde: „So müssen wir zusammenhalten“. Nicola Hahn und Michael Meyer bedankten sich als externe Musiklehrer mit Instrumentalstücken für die gute Zusammenarbeit, und der Sänger Dan Lucas rockte mit seinem Abschiedslied die ganze Schule.

Sikora wurde überhäuft mit Geschenken von allen Seiten. Für das Lehrerkollegium überreichte Agnes Hinterberger einen von ihr gehäkelten kleinen Bär mit großen Augen, großen Ohren, einem Riesenkopf „mit einer Menge drin“, mit Herz auf dem rechten Fleck, einem weiß-blauen Schal um den Hals und einem Bleistift zum Kauen (was Sikora liebend gerne tut).

Sikora war überwältigt von der Zuneigung, die ihm bei der Abschiedsfeier entgegengebracht wurde. Sein Dank galt der ganzen Schulfamilie. Darunter verstand er immer außer den Schülern und Lehrern alle Mitarbeiter, von der Verwaltung, über das Hausmeisterteam bis zu den Reinigungskräften, einschließlich Elternbeirat. Dazu gehören auch die Mitarbeiter der Offenen Ganztagsschule, des Horts und der Mittagsbetreuung. Es sei ein besonderes Glück gewesen, in Bergkirchen zu sein, so Sikora.

Lehrer sei der schönste Beruf der Welt, um mit Kindern zu arbeiten, die gerne in die Schule gehen. „Die Gefechte auf dem Fußballplatz Rot gegen Blau“ zählt er zu den „unvergesslichen Momenten“, oder die Begegnungen mit den Kindern, wenn er in die Klasse kam. „Wir können stolz auf unsere Schule sein“. Und: „Mit Andrea Wiesner wird es so weitergehen“. Sein Abschiedsgeschenk an die Schüler, war ein Apfelbaum, „damit er süße Früchte trägt".

ink

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