Aktivsenioren auch in Haimhausen

Ehemalige Fachkräfte aus Wirtschaft und Verwaltung unterstützen Existenzgründer und Unternehmen

Der Verein Aktivsenioren Bayern e.V. berät Existenzgründer und Unternehmen. Jetzt wird er auch in der Gemeinde Haimhausen aktiv.

Haimhausen – Seit bald 35 Jahren gibt es den gemeinnützigen Verein Aktivsenioren Bayern e.V., der es sich zur Aufgabe gemacht hat, angehende Unternehmer sowie kleine und mittlere Betriebe mit Rat und Tat zu unterstützen – von der Gründung bis zur Unternehmensnachfolge. Die rund 400 Mitglieder sind ehemalige Unternehmer, Selbstständige sowie Führungs- und Fachkräfte aus Wirtschaft und Verwaltung, die im Ruhestand ihre umfassende Berufs- und Lebenserfahrung ehrenamtlich und uneigennützig weitergeben.

Allein im Münchener Umland sind rund 125 Aktivsenioren am Werk. In Haimhausen formiert sich gerade so etwas wie eine Ortsgruppe dieser Aktivisten. Ansprechpartner ist der Vorsitzende des Gewerbevereins, Josef-Sebastian Portenlänger (josef.portenlaenger@aktivsenioren.de).

Zu den konkreten Fragen und Problemen, mit denen die Aktivsenioren sich häufig befassen müssen, zählt zum Beispiel: Eine angehende Kosmetikerin will wissen, ob die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Kompletteinstieg in die Selbstständigkeit stimmen oder ob weitere Vorbereitungszeit erforderlich ist, um im Nebenerwerb Nachfrage zu generieren? Oder ein kleiner Metallbauunternehmer braucht Schützenhilfe bei der Feinjustierung seines Geschäftsmodells, weil nicht mehr alles „rund läuft“. Ein Großteil der Aufträge kommt auf Anregung der Arbeitsagenturen oder Kammern. Infotage finden an jedem dritten Donnerstag des Monats im Dachauer Rathaus statt. Die Klienten müssen sich vorher im Wirtschaftsreferat der Stadt Dachau anmelden.

Allein im Jahr 2017 haben die Aktivsenioren Bayern in rund 5200 Beratungsstunden über 570 Existenzgründungen begleitet. Und in 48 gemeinnützige Bildungsprojekte sind über 5000 Arbeitsstunden geflossen.

„Im Lauf der Jahre konnten rund 30 000 Existenzgründungen angeschoben und etwa 50 000 Arbeitsplätze erhalten oder neu geschaffen werden“, bilanziert der Vereinsvorsitzende Reinhold Heiß aus Bergkirchen. Kein Wunder, dass der Bedarf an solchen Angeboten und Leistungen steigt – auch im Landkreis Dachau mit seiner erfreulichen Wirtschaftsdynamik. „Wir bieten ehemaligen Unternehmern, Managern und Experten eine hervorragende Perspektive und das Gefühl, für etwas Wichtiges gebraucht zu werden“, sagt Heiß.

Über seine „virtuelle“ Akademie sorgt der Verein zudem für ständige Fortbildungsmöglichkeiten seiner Mitglieder. Interessenten können sich unter www.aktivsenioren.de ein Bild machen und Kontakt aufnehmen. Schrittweise werden die „reifen Neulinge“ dann an die Aufgaben herangeführt.

Wie wertvoll ihr Beitrag ist, können die bayerischen Aktivsenioren laufend selbst erfahren: Die Rückmeldungen aus erfolgreichen Gründungen sind dabei ebenso zu nennen wie Dankbarkeit für nüchterne Analysen, die unrealistische oder zu riskante Schritte rechtzeitig vermeiden helfen.

dn

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