Frau hält ein Smartphone in der Hand
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Mit der App „More Local“ stellen Händler, Gastronomen und Unternehmen ihr Angebot vor. Die Nutzer können sich dann über das digitale Schaufenster informieren.

Stärkung des Handels in Haimhausen

App „More Local“ als Kommunikationsplattform und digitales Schaufenster

  • vonLeyla Yildiz
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In Haimhausen will der Wirtschaftsbeauftragte Sebastian Portenlänger den lokalen Handel, die Gastronomie und Unternehmen stärken. Die App „More Local“ soll es richten.

Haimhausen – Den örtlichen Handel, das Gewerbe und die Gastronomie stärken – das ist das Anliegen von Sebastian Portenlänger. Der 65-jährige Wirtschaftsbeauftragte der Gemeinde Haimhausen möchte das mit der App „More Local“ erreichen. Das Konzept eines jungen Unternehmens (Start-ups) hat Portenlänger bei seiner Arbeit bei den Aktivsenioren Bayern kennengelernt. Die Gründer, Samuel Kabitzky, Abdullah Cetinbag und Thorsten Schnurawa, haben sich zur Unterstützung an den Verein gewandt und ihre App vorgestellt.

Diese Anwendung können Einzelhändler, Dienstleister, Unternehmen und Gastronomen als digitales Schaufenster nutzen. Dafür melden sich die Händler und Unternehmer bei „More Local“ an und stellen anschließend ihre Angebote, Gutscheine und ihr Sortiment in der App vor beziehungsweise ein.

Beispielhaft nannte Sebastian Portenlänger ein Angebot eines Friseurs. „Hätte ein Friseur an einem Nachmittag noch freie Termine, könnte er etwa für diesen Tag ein Spezialangebot für zehn Euro in die App stellen“, sagt er. Hat der App-Nutzer diese Kategorie, also Beauty und Wellness, als Favorit ausgewählt, bekommt er das spezielle Angebot als Nachricht auf das Handy geschickt.

Grundsätzlich soll die App nach Vision der Gründer als Kommunikationsplattform zwischen Gemeinde, Bürgern und Händlern dienen. „Die brauchen einen Kanal, um kommunizieren zu können“, sagt Sebastian Portenlänger.

In Haimhausen steckt die App noch in den Kinderschuhen. Bisher hat Portenlänger die Anwendung nur dem Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde vorgestellt. Sein Ziel ist es jetzt, die App in der Gemeinde bekanntzumachen. Dafür hätte er das Konzept beim nächsten Gewerbestammtisch vorgestellt, der aber wegen der Corona-Pandemie abgesagt ist. Deshalb ist es jetzt laut Portenlänger wichtig, die Unternehmer in Haimhausen anzusprechen. „Für die App brauche ich die Nutzer, und jemand, der sein Angebot dort hineinstellt“, sagt er.

Laut Portenlänger sind die Nutzerdaten in der App sicher. „Es werden keine Daten abgelesen, so wie bei WhatsApp oder Facebook.“

Die Gründer haben der Gemeinde in Aussicht gestellt, dass auch Vereine die Plattform als Kommunikationsmittel nutzen können. „Die App wird auf die Bedürfnisse der Gemeinde zugeschnitten, und so ist das spezielle Angebot definitiv ein Vorteil“, sagt Portenlänger. Vor allem Zugezogene könnten davon profitieren, da sie so erfahren, was in der Gemeinde geboten ist. „Haimhausen hat viel Zuzug.“

In den Pilotstädten beziehungsweise -gemeinden Freising, Erding und Haar ist die App bereits fest etabliert. „Allein in Freising sind in den letzten Monaten 50 000 bis 60 000 Euro durch Gutscheine generiert worden“, sagt der Wirtschaftsbeauftragte.

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