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Zahlreiche Interessierte ließen sich von den Studenten die „Schatzkarten“ erklären. 

Gemeinsame Arbeit von Hochschule und Bürgerstimme Haimhausen

Studenten entdecken Schätze der Natur

Die Natur dient der Entspannung und birgt oft viele Schätze. Das haben jetzt auch Münchner Architekturstudenten entdeckt. Zusammen mit den Haimhausern arbeiten sie an einer „qualitätsvollen Weiterentwicklung des Orts.

Haimhausen – Sechs Studenten des Master-Studiengangs Architektur der Hochschule der Wissenschaften München unter Leitung ihres Professors Nikolas Kretschmann kamen jetzt nach Haimhausen, um dort die Ergebnisse ihres Kurses „Die Schatzkarte – Kartieren von Möglichkeitsräumen am Beispiel Haimhausen“ im Rahmen einer Poster-Präsentation vorzustellen. Dem vorrausgegangen waren Gespräche zwischen dem zweiten Ortsvorsitzenden der „Bürgerstimme Haimhausen“, Detlef Wiese, und Prof. Kretschmann.

Die sehr spannenden Ergebnisse fanden Anklang bei den zahlreichen Besuchern, unter ihnen sieben Gemeinderatsmitglieder, im Rathaus und regten die Diskussion an. So wurde im kleinen Kreis auch noch zwei Stunden später diskutiert.

„Es geht um Ideen, die man zunächst zulassen soll. Wir wollen ja nicht gleich alles umsetzen. Haimhausen wird jetzt nicht gleich einen Flughafen bekommen.“ Damit wollte Ergun Dost, Vorsitzender der Bürgerstimme Haimhausen, gleich aufkommende Sorgen der Gemeinderatsmitglieder nach zu viel Veränderung beruhigen.

Jeder Student hatte eine sogenannte Schatzkarte erstellt, die im DIN A0-Format ausgedruckt ausführlich erläutert wurde. Die angesprochenen Themen waren unterschiedlich, wobei einige, wie Nutzung des Mühlbachs für Naherholung, bessere Fahrradwege, Verdichtung im Ortskern, soziale Treffpunkte im Alltag schaffen sich wiederholten, was deren Bedeutung Nachdruck verlieh.

Die Schatzkarten sind oft der Ausgangspunkt für weitere Überlegungen bei den Ortsplanentwicklungen.

Worum es genau geht, führt Professor Kretschmann auf der Hochschul-Webseite genauer aus:

„In einer Schatzkarte werden subjektiv wahrgenommene, auch noch verborgene „Schätze“ eines Projektgebietes eingezeichnet, also jene besonderen und unentdeckten Orte, die dem Gebiet in Zukunft einen besonderen ,Reichtum’ bescheren können. Das können zum Beispiel Objekte, Architekturen, Nutzungen oder Akteure sein, die für die Entwicklung des Gebietes ein besonderes Potenzial bieten.“

Schatzkarten dienen aber nicht nur dazu, verborgene Potenziale und Möglichkeitsräume eines Projektgebietes zu lokalisieren. „Schatzkarten können auch Träume freisetzen und Lust auf das Unbekannte wecken, sowohl beim Benutzer dieser Karten als auch bei demjenigen, der sie zeichnet. Mit ihrer visionären Ausrichtung bauen städtebauliche Schatzkarten eine direkte Brücke zwischen städtebaulicher Analyse und dem städtebaulichen Entwurf“, so Kretschmann weiter. Als Fallbeispiel dient eben die Gemeinde Haimhausen, der die Studenten mit Hilfe ihrer Schatzkarten einen subjektiven Blick auf die bis jetzt noch verborgenen „Schätze“ in Haimhausen ermöglichen wollen.

Nun wird es weitere Gespräche geben, diese Arbeiten fortzusetzen. Die „Bürgerstimme Haimhausen“ wird sich dafür einsetzen, dass die Ortsplanentwicklung nun ein permanentes fest verankertes Thema in der Gemeinde wird.

Interessierte dürfen sich gerne an den Vorsitzenden Ergun Dost unter E-Mail dost@buergerstimme-haimhausen.de) oder den zweiten Vorsitzenden Detlef Wiese unter E-Mail dwiese@buergerstimme-haimhausen.de wenden. dn 

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