Theatergruppe Haimhausen auf der Bühne
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„Da Leftutti“ war das letzte Stück, das die Theatergruppe Haimhausen aufführen konnte.

Zweijährige Zwangspause für Hobby-Schauspieler

Theatergruppe Haimhausen: Auch dieses Jahr keine Aufführungen

  • vonLeyla Yildiz
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Die Theatergruppe Haimhausen hat ihr Stück „Im Schrank ist der Teufel los“ wegen der Corona-Pandemie erneut absagen müssen. Die Betroffenheit des Ensembles war groß, aber es freut sich, wenn es irgendwann weitergeht.

Haimhausen – Nun ist es schon das zweite Jahr in Folge, dass die Theatergruppe Haimhausen kein neues Stück aufführen kann. Zu Beginn der Corona-Pandemie im vergangenen März mussten die Theaterer ihre Auftritte zu „Im Schrank ist der Teufel los“ am Tag der Premiere absagen. Heute sagt der Vorsitzende Helmut Hinterholzer: „Das war die richtige Entscheidung.“ Wie er später herausfand, wären zwei Besucher, die zur Aufführung gekommen wären, positiv getestet gewesen. „Das hätte dann so ausgehen können, dass sich welche anstecken“, sagt er.

Damals konnte die Theatergruppe zwar noch bis zum Schluss proben, allerdings die Bühne nicht mehr abbauen. „Erst im Sommer konnten wir das immer mit maximal drei Leuten machen.“ Die Gemeinde hätte dabei stark geholfen, wie Hinterholzer sagt. „Der Bürgermeister hat uns ein paar Leute vom Bauhof geschickt.“

Die Hoffnung der Theaterer war groß, dass sie mit den Planungen für das nächste Stück ab den Sommerferien anfangen könnten. „Da war aber die Corona-Lage schon äußerst unklar“, sagt Hinterholzer. „Im Oktober haben wir dann letztendlich beschlossen, dass wir auch 2021 nicht spielen werden.“

Das Risiko sei einfach zu groß gewesen – nicht nur gesundheitlich, sondern auch finanziell. Wenn das Stück nämlich nicht abgesagt worden wäre, hätten die Theaterer etwa Werbung gemacht und Regiebücher gekauft. So kann Helmut Hinterholzer sagen, dass die Theatergruppe ein Jahr ohne spielen auskommt. „Wir haben das gemeinsam durchgerechnet“, erklärt er. Die einzigen Ausgaben, die weiterlaufen, seien beispielsweise Mitgliedsbeiträge für den Theaterverband, Versicherungen oder Kosten für den Fundus. „Davon übernimmt aber die Gemeinde einen Teil“, sagt Hinterholzer.

Von der Absage waren die Mitglieder der Theatergruppe schwer getroffen. Trotzdem war der Tenor der Rückmeldung: „Ist in Ordnung.“ Denn die Proben wären nicht einfach gewesen. „Es hatten ein paar Angst sich anzustecken“, sagt Hinterholzer. Das Ensemble trifft sich normalerweise einmal im Monat. Das geht den Mitgliedern am meisten ab. Im Sommer hätten sie sich laut Hinterholzer zwar mal draußen im Biergarten getroffen, aber das ist im Winter nun nicht möglich. „Jetzt halten wir über WhatsApp Kontakt“, sagt er.

Aus der Theatergruppe ist wegen der Pandemie keiner ausgestiegen, so wie es bei anderen Theatergruppen wie dem TSV-Brettl in Karlsfeld der Fall war. „Es sind alle dageblieben und sie freuen sich, wenn es weitergeht“, sagt Hinterholzer. Wann das sein wird, steht noch in den Sternen. „Wir müssen einfach abwarten.“ Bis dahin wünscht sich Helmut Hinterholzer, dass alle gesund bleiben und die Pandemie eingedämmt wird. „Die Menschen müssen sich an die Maßnahmen halten und den Ernst der Lage erkennen“, sagt er. „Jeder kann einen kleinen Beitrag dazu leisten.“

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