Kümmern sich um die Mütter und Väter in Haimhausen: (v.l.) Dorothea Hansen und Stephanie Kammerer (im Tragetuch: ihr Sohn Johann) mit Hedwig Bauer (vorne), die mit ihrem Sohn Laurenz zur Beratung gekommen ist.
+
Kümmern sich um die Mütter und Väter in Haimhausen: (v.l.) Dorothea Hansen und Stephanie Kammerer (im Tragetuch: ihr Sohn Johann) mit Hedwig Bauer (vorne), die mit ihrem Sohn Laurenz zur Beratung gekommen ist.

Erstmals nach fünf Monaten Corona-Pause

Beratungen finden wieder persönlich statt

  • vonLeyla Yildiz
    schließen

Nach fünfeinhalb Monaten Pause durfte die Mütter- und Väterberatung wieder persönlich für die Haimhauser Eltern da sein. Die Hygienemaßnahmen sind wegen des Sitzungssaals der Gemeinde und der Mundschutzpflicht gewährleistet.

Haimhausen – Bereits seit elf Jahren gibt es die Mütter- und Väterberatung in Haimhausen. Dorothea Hansen und Stephanie Kammerer sind die beiden Ehrenamtlichen, die sich um die Sorgen, Ängste und Fragen von Eltern in der Gemeinde kümmern.

Doch durch die Corona-Krise konnten die beiden keine persönlichen Beratungen mehr anbieten. Ab Mitte März lief alles übers Telefon. Die Nachfrage: mäßig. „Zweimal hat gar keiner angerufen“, sagt Hansen, und neue Mütter hätten sich auch nicht gemeldet.

Die üblichen Beratungsschwerpunkte wie das Wiegen und Messen des Kindes fielen weg. „Wir haben hauptsächlich Hebammen vermittelt und Tipps zum Schlafen und für das Zahnen gegeben“, sagt Hansen.

Am vergangenen Dienstag durfte Dorothea Hansen aber endlich wieder persönlich für die Eltern von Haimhausen da sein. Stephanie Kammerer macht zwar momentan noch eine kleine Pause, da sie vor drei Monaten ihren Sohn Johann auf die Welt gebracht hatte – trotzdem schaute sie kurz vorbei.

Hedwig Bauer nutzte gleich den ersten Termin und kam mit ihrem einjährigen Sohn Laurenz. „Ich hatte Angst, dass er zu viel isst, deshalb bin ich hergekommen“, sagt sie. Doch Hansen konnte ihr die Sorge nehmen, indem sie Laurenz gewogen und gemessen hat. „Da war aber alles ganz normal, er liegt im Durchschnitt“, sagt Bauer erleichtert.

Laut Hansen ist es das Wichtigste, den Eltern die Verunsicherung zu nehmen. „Gerade beim ersten Kind ist die Unsicherheit groß, und wir versuchen, die Mütter und Väter zu beruhigen“, sagt sie.

Hansen und Kammerer sind gelernte Kinderkrankenschwestern und schöpfen aus ihren beruflichen, aber auch persönlichen Erfahrungen. So kann Stephanie Kammerer etwa Tipps für das Tragetuch geben.

Dass die beiden nun wieder persönliche Beratungen durchführen können, ist wegen des großen Sitzungssaals der Gemeinde möglich. „Die Gemeinde ist da sehr tolerant“, sagt Hansen. Alle Abstände können locker eingehalten werden, und die Klimaanlage tauscht ständig die Luft im Raum aus. Desinfektionsmittel stehen bereit, und das Tragen einer Mund-Nasen-Maske ist Pflicht.

Die Maske störte Laurenz und den kleinen Johann von Stephanie Kammerer überhaupt nicht. Als Dorothea Hansen lachend auf die beiden zuging, fremdelten sie nicht, sondern lachten ebenso zurück.

Der nächste Termin

der Mütter- und Väterberatung findet am Dienstag, 15. September, von 15 bis 17 Uhr statt. Der Beratungsort ist wieder der Sitzungssaal im Mehrzweckgebäude (2. Stock) an der Hauptstraße 17. Dorothea Hansen bittet alle Eltern, bei Krankheit zu Hause zu bleiben. Bei Fragen steht sie wieder unter Telefon 01 76/38 92 73 36 zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Auch interessant

Kommentare