Rohbau
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Im Rohbau befinden sich momentan die neuen Häuser am Schrammerweg.

Gemeinde Haimhausen entscheidet noch heuer über Bewerber – Wohnungen sollen bis Sommer 2022 fertig sein

Bezahlbarer Wohnraum am Schrammerweg

Haimhausen – Auf der Baustelle am Grundfeld in Haimhausen geht es rege zu. Drei Häuser befinden sich dort gerade im Bau. Im vergangenen Herbst war der Spatenstich für das neue Wohngebiet am Schrammerweg, wie es auch genannt wird. Doch bereits seit August wird gebaut. Im zweiten Abschnitt des Baugebiets entsteht momentan ein neues Wohngebiet, mit dem die Gemeinde bezahlbaren Wohnraum schaffen will.

Die Grundrisse der drei Komplexe sind fast alle identisch. Der einzige Unterschied: In zweien der Häuser entstehen je 15 Mietwohnungen und im dritten Haus zwölf Eigentumswohnungen. Insgesamt sind es 42 Objekte.

Derzeit sind die Häuser noch in der Phase der Baumeisterarbeiten. Das heißt, dass der Rohbau errichtet wird. Für die Mietwohnungen tritt die Gemeinde Haimhausen als Vermieterin auf und ist somit Eigentümerin. Die Eigentumswohnungen sollen im Baulandmodell vergeben werden. Zuvor will das Kommunalunternehmen Liegenschaften Haimhausen das Haus von der Gemeinde abkaufen. Der Grund dafür ist, dass die Gemeinde Haimhausen als Bauherrin für den kompletten Bau auftritt, um staatliche Förderung zu erhalten.

Die Eigentumswohnungen sollen nach dem Baulandmodell „nicht zum Marktpreis veräußert werden, sondern an den, der am besten geeignet ist“, erklärt Christian Flory, Vorstand des Kommunalunternehmens. Dafür werden bestimmte Kriterien festgelegt. So gibt es beispielsweise eine Vermögensgrenze. „Die Bewerber dürfen nicht mehr besitzen, als die Wohnung kostet“, sagt Flory. Alle Kriterien zusammen werden anschließend in ein Punktesystem eingeordnet. Der Gemeinderat entscheidet dann noch in diesem Jahr in einem anonymisierten Verfahren über die Bewerber.

Laut Christian Flory sollen alle Wohnungen spätestens im Sommer 2022 bezugsbereit sein. Schon im Herbst dieses Jahres, so ist der Plan, sollen die Interessenten ihre Bewerbung einreichen können.

Der Wohnbau ist bereits in der Gemeinderatssitzung am heutigen Donnerstag Thema. Dann geht es um die Zustimmung zu einer Photovoltaik-anlage auf den Dächern der drei Häuser. Den Betrieb will die Genossenschaft Bürger Energie HaPeVi angehen. Bei der Anlage gibt es allerdings eines zu beachten: „Die Mieter und Eigentümer haben keine Verpflichtung, diesen Strom abzunehmen“, sagt Christian Flory. Das besagt das Recht zur freien Wahl des Stromanbieters. Der Strom, der nicht von den Anwohnern genutzt wird, soll ins Stromnetz eingespeist werden. Um das finanziell rentabel zu machen, will die HaPeVi allen Gemeindebürgern anbieten, die Photovoltaik-Anlage mitzufinanzieren. So könnten sie am Ende von der Überschuss- und Zinsausschüttung profitieren.

Am heutigen Donnerstag Gemeinderatssitzung

Die genaueren Infos zum Projekt gibt es in der Gemeinderatssitzung am heutigen Donnerstag um 19 Uhr in der Aula der Grund- und Mittelschule.

Leyla Yildiz

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