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Feuer in der Tegelfeldtstraße in Haimhausen: Der Brandstifter ist ermittelt.

Brandstiftung aufgeklärt

Irrer wollte weiteres Haus anzünden

Die Polizei hat den Brandstifter geschnappt, der vergangenen Donnerstag eine Doppelhaushälfte an der Haimhauser Tegelfeldstraße angezündet hat. Drei Personen waren bei dem Feuer verletzt worden, der Sachschaden wird auf 100 000 Euro geschätzt (wir berichteten).

Haimhausen/Dachau – Bei dem Brandstifter handelt es sich um einen psychisch kranken Dachauer. Laut Kripo kannten sich der 33-Jährige und einer der Haimhauser Hausbewohner flüchtig. Zuletzt soll der polizeibekannte Dachauer dann jedoch Wahnvorstellungen entwickelt und dem Haimhauser gedroht haben, dessen Haus anzuzünden. Der Haimhauser aber hatte die Drohungen scheinbar nicht allzu ernst genommen – bis am 29. Dezember um kurz vor 3 Uhr im Erdgeschoss seines Hauses ein Feuer ausbrach.

Die Polizei fahndete im Anschluss sofort nach dem Dachauer, zumal sich kurz nach dem Brand in Haimhausen noch ein Mann aus dem Landkreis Dachau an die Kripo wendete, der von dem 33-Jährigen ebenfalls bedroht wurde.

Für die Polizei begann damit ein Wettlauf gegen die Zeit, den Verdächtigen zu finden. Die Drohungen, betont Franz Grieser vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord, hätten in beiden Fällen „jeder realen Grundlage“ entbehrt. Dennoch hielten die Ermittler den Mann aufgrund seiner offensichtlichen psychischen Erkrankung für hochgefährlich.

Von seiner Wohnung hielt sich der Flüchtige in den vergangenen Tagen zwar fern, doch entkommen konnte er den Fahndern am Ende dennoch nicht: Am Samstag fiel sein Fahrzeug Polizisten in Erding auf, die nach einem Kennzeichen-Abgleich auch direkt die Festnahme des 33-Jährigen durchführten.

Der Dachauer gab die Brandstiftung in Haimhausen unumwunden zu. Mittlerweile sitzt er in der geschlossenen Abteilung des Haarer Bezirkskrankenhauses ein. Dass der hohe Fahndungsaufwand mehr als berechtigt war, beweist folgender Umstand: Im Fahrzeug des Dachauers fanden die Beamten laut Grieser einen mit Benzin gefüllten Kanister. Zum Tanken hätte der Brandstifter das Benzin aber sicher nicht verwenden wollen. Denn, so Grieser: „Der Dachauer hatte ein Auto mit Dieselmotor.“   Stefanie Zipfer

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