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Auf dieser Fläche bei Haimhausen soll ein Vollsortimenter errichtet werden.

Haimhauser Bürger wollen den Vollsortimenter

Ein klares „Ja“ für einen Supermarkt

Die Haimhauser Bürger wollen den Vollsortimenter am so genannten Kramer Kreuz: Das ergab der Bürgerentscheid am Sonntag.

Haimhausen– Nach monatelanger Diskussion haben sich die Haimhauser Bürger entschieden, was nun mit dem Stück Land am Kramer Kreuz passieren wird, also ob dort Baurecht für einen Vollsortimenter geschaffen werden soll. Das Ergebnis: ein mehr als klares Ja.

Bürgermeister Peter Felbermeier sagte am Wahlsonntag: „Jetzt, da wir eine so breite Zustimmung für das Projekt erhalten und damit den Auftrag bekommen haben, müssen wir das Ganze umsetzen.“ Der Plan der Gemeinde ist, dort einen Supermarkt zu platzieren, der langfristig die Versorgung im Ort sichern soll, da der Nahversorger Ungnadner voraussichtlich 2022 den Betrieb einstellen wird.

Bei dem Bürgerentscheid, der gleichzeitig mit der Europawahl über die Bühne ging, drehte es sich nicht darum, welcher Sortimenter dort einziehen wird, wie Bürgermeister Peter Felbermeier schon früher betont hatte.

Haimhausens Bürger haben sich mit einer deutlichen Mehrheit für die Schaffung eines Baurechts für einen Verbrauchermarkt am Kramer Kreuz ausgesprochen: Insgesamt 73 Prozent kreuzten ein Ja auf ihrem Wahlzettel an. Das macht nach dem vorläufigen Ergebnis 2049 Stimmen aus. Nur 756 Personen haben dagegen gestimmt. In Prozenten gesprochen waren das 27 Prozent.   

Das Quorum, also die Gesamtanzahl der Stimmen, die notwendig sind, um eine Abstimmung gültig zu machen, lag bei 30,6 Prozent und wurde damit leicht erreicht. Die Wahlbeteiligung beim Bürgerentscheid war wegen der Europawahl mit etwa 65 Prozent entsprechend hoch.

Werner Gandl sieht den Bau eines Supermarktes positiv. „Eine große Gemeinde wie Haimhausen braucht einen Supermarkt“ sagte der Haimhauser Bürger. Christine Kestner ist dagegen zwiegespalten: „Ich finde es wichtig für eine Gemeinde wie Haimhausen, dass ein Supermarkt am Ort ist. Allerdings wird irgendwann einmal der Ortskern aussterben.“

Bürgermeister Felbermeier ist stolz auf die Bevölkerung seiner Gemeinde. Nicht nur wegen der hohen Wahlbeteiligung für die Europawahl mit 73,6 Prozent sagte er: „Das die Bürger das so annehmen, da ist man als Demokrat einfach stolz. Mich freut es besonders für die Demokratie.“

Das Thema war monatelang auf der Haimhauser Agenda gestanden, unter anderem hatte eine kontroverse Bürgerversammlung dazu stattgefunden.

ly

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