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Ins Goldene Buch der Gemeinde trug sich Dr. Thomas Goppel beim CSU-Neujahrsempfang in Haimhausen im Beisein von Bürgermeister Peter Felbermeier, MdL Bernhard Seidenath, Maler Dr. Andreas Schröder und der Ortsvorsitzenden Claudia Kops (von links nach rechts) ein.

CSU-Ortsverband Haimhausen hatte eingeladen

Eine Lanze fürs Ehrenamt

Ein Lanze für die Arbeit der Ehrenamtlichen brachen alle Redner beim diesjährigen Neujahrsempfang der CSU in Haimhausen. Auch Festredner Dr. Thomas Goppel hatte sich dieses Themas angenommen.

Haimhausen– Zu den Klängen des Bayerischen Defiliermarsches, gespielt von der Haimhauser Dorfmusik, zogen die Ehrengäste in das vollbesetzte Auditorium der Bavarian International School im Schloss Haimhausen beim diesjährigen Neujahrsempfang der örtlichen CSU ein. Der Neujahrsempfang in Haimhausen gilt inzwischen als der inoffizielle Neujahrsempfang der Landkreis-CSU. Auch heuer kamen viele CSU-Größen aus dem Landkreis, nicht zuletzt wegen Festredner Dr. Thomas Goppel, Staatsminister a.D.

CSU-Ortsvorsitzende Claudia Kops lobte die große Schar der ehrenamtlichen Tätigen, vor allem die Frauen, die sich in Vereinen und Organisationen engagierten und dabei häufig eine Dreifachbelastung mit Ehrenamt, Beruf und Familie in Kauf nehmen. Dies gelte für Haimhausen ganz besonders. Aber nicht nur im Ehrenamt seien Frauen am Ball: „Mit großen Stolz dürfen wir auf 70 Jahre Frauen-Union zurückblicken.“ Auch in Haimhausen sind rund 50 Damen in der Frauen-Union tätig.

Wie die Ortsvorsitzende erklärte, werde auch die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe zu zwei Dritteln durch Frauen gestemmt. In Haimhausen setzen sich überwiegend Frauen ein Zeichen der Menschlichkeit und sind der Motor für eine gelingende Integration.

Bürgermeister Peter Felbermeier freute sich, dass Thomas Goppel bereits zum zweiten Mal zum Neujahrsempfang nach Haimhausen kam. Er kritisierte die Koalitionsbildung in Berlin, die sich so lange hinzieht: „Dafür hat der Bürger kein Verständnis. Wir können uns das nicht leisten“.

Dr. Thomas Goppel erinnerte in seiner Festansprache daran, dass in Bayern immer noch das christliche Menschenbild und die Verpflichtung jeden Einzelnen, sich gesellschaftlich einzubringen, gelten. Für das gesellschaftliche Miteinander führte er die Haimhauser Dorfmusik als Beispiel an. Goppel ist auch Präsident des Bayerischen Musikrates und er stellte die Dorfmusiker als Vorbild dar. „Wir brauchen eine Kapelle, die gut miteinander spielt. Da ist es egal, wer von wo kommt“.

Die sozialen Berufe müssten endlich die Anerkennung bekommen, die sie verdienen, so der frühere Minister. Es ist zwar auch eine Frage des Geldes, aber nicht nur: „Wir müssen zum Beispiel bei der Ausstattung der Altenhilfe ähnlich aktiv werden wie bei der Betreuung von Kindern“. Nirgendwo sei es so gut bestellt ums Ehrenamt „wie bei uns“, betonte Goppel. „Wir müssen uns aber etwas einfallen lassen, um von der Menge an Vorschriften runter zu kommen.“ Goppel erntete viel Beifall für seine humorvollen Ausführungen.

Bürgermeister Peter Felbermeier bat den ehemaligen Minister, sich in das Goldene Buch der Gemeinde einzutragen. Zur Erinnerung überreichte ihm Claudia Kops ein Gemälde des Haimhauser Malers Dr. Andreas Schröder.

khr

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