+
Schlüsselübergabe: Die Architekten Ferdinand Krissmayr (l.) und Alexander Gomula (r.) überreichen symbolisch den Schlüssel für das neue Mehrzweckgebäude an Bürgermeister Peter Felbermeier (2.v.r.) im Beisein von Peter Haslbeck (2.v.l.), Anja Flory (4.v.l.) beide Kommunalunternehmen, Landrat Stefan Löwl (3.v.l.), Mdl Bernhard Seidenath (3.v.r.) und der stellvertretenden Bürgermeisterin Claudia Kops (4.v.r.).

Ein Vorzeigeprojekt für ganz Bayern

Haimhausen stellt neues Gemeindehaus der Öffentlichkeit vor

Es ist fast zu 100 Prozent fremdfinanziert und wird durch die Mieteinnahmen abbezahlt: Das neue Ärzte- und Gemeindehaus in Haimhausen ist jetzt schon ein Vorzeigeprojekt.

Das neue Ärzte- und Gemeindehaus ist nach nur knapp 19 Monaten Bauzeit eingeweiht worden (wir berichteten). Den kirchlichen Segen spendeten Pastoralreferent Bernhard Skrabal und Pfarrerin Miriam Pfeiffer. Bürgermeister Peter Felbermeier begrüßte die Ehrengäste und Besucher im künftigen Sitzungssaal im dritten Stock.

Wie Bürgermeister Felbermeier betonte, wurde bei dem Bau des Gebäudes ein Maximum an Funktionalität erreicht. Der Steuerzahler musste bei der Finanzierung auch nicht herhalten, da das Gebäude fast bis zu 100 Prozent fremdfinanziert ist und durch die Mieteinnahmen abbezahlt wird. Felbermeiers Dank galt den Nachbarn des Mehrzweckgebäudes, die während der Bauzeit doch Einiges an Lärm und Dreck ertragen mussten.

Vor zehn Jahren war an dieser Stelle noch eine ganz andere Nutzung geplant gewesen. Es sollte ein Bau im Rahmen des Betreuten Wohnens entstehen. Dazu waren noch vor drei Jahren auch Wohnungen vorgesehen. Dann kamen die Zahnärzte Dr. Wolfgang Tamme und Dr. Barbara Kölnsperger ins Spiel. Sie suchten neue Räume für ihre Praxis. Passenderweise litt auch das AVZ-Ärztezentrum und der AVZ-Pflegedienst unter beengten Raumverhältnissen.

Und auch die Gemeinde hatte schon seit einiger Zeit mit den räumlichen Verhältnissen im Rathaus zu kämpfen, wie der Bürgermeister ausführte. „Zu guter letzt kam noch ein glücklicher Umstand hinzu: Die Gemeinde hatte nämlich ein Vorkaufsrecht für das Grundstück gleich neben dem Rathaus.“ Sie erwarb das Grundstück. Der Bau eines Mehrzweckhauses mit Zahnarztpraxis, die Gemeinschaftspraxis des AVZ sowie die AVZ-Pflegestation und neue Räumlichkeiten für das Bürgerbüro und einem großen Sitzungssaal für die Gemeinde stand nichts mehr im Weg. Die medizinische Betreuung sicherte sich die Gemeinde mit einem Vertrag, der über mehrere Jahrzehnte läuft.

Hohe Funktionalität: das neue Ärzte- und Gemeindehaus.

Auch Landrat Stefan Löwl (CSU) kam zur Einweihungsfeier. „Wir müssen den Wandel annehmen“, sagte der Landkreischef. Ein Gebäude wie dieses sei für eine medizinische Versorgung vor Ort wichtig – und es erfülle auch eine soziale Funktion.

Für den Landtagsabgeordneten und Vorsitzenden des Ausschusses für Gesundheit und Pflege im Bayerischen Landtag, Bernhard Seidenath (CSU), hat das Haus eine Vorbildfunktion für ganz Bayern. Leider werde es immer schwieriger, die Hausarztversorgung auf dem Land zu gewährleisten. Zusätzlich herrsche ein extremer Mangel an medizinischen Fachangestellten. „Gute Rahmenbedingungen wie jetzt hier in Haimhausen können das Problem lösen“, so Seidenath. Er schloss mit einem Spruch von Karl Valentin: „Gar ned krank, is a ned g’sund“.

Die Ärztin Laima Purmale vom AVZ meinte, dass mit der Vergrößerung des Raumangebotes in der neuen Praxis die Abläufe optimiert und akute Behandlungsfälle von den anderen Untersuchungen räumlich und organisatorisch klar getrennt werden könnten. Ziel des Ärzteteams sei es ferner, Lehrpraxis der Ludwig-Maximilian-Universität zu werden.

Als Bauherr war das Kommunalunternehmen Haimhausen unter Leitung von Peter Haslbeck und Anja Flory ganz schön beschäftigt. Aber zusammen mit den Architekten Ferdinand Krissmayr und Alexander Gomula sowie den beteiligten Baufirmen gab es eine gute Zusammenarbeit, und Probleme konnten einvernehmlich gelöst werden.

Das Gebäude hat eine Nutzfläche von 2199 Quadratmetern. Davon entfallen auf das Bürgerbüro, Sicherheit und Ordnung, Gemeindekasse und Steueramt 230 Quadratmeter. 140 Quadratmeter hat der neue Sitzungssaal. Voraussichtlich werden täglich rund 300 Menschen ein- und ausgehen.

In einer abschließenden kleinen Talkrunde mit Friedrich Bräuninger von den Aktivsenioren Bayern war dann der Weg frei, das Gebäude eingehend zu besichtigen. Am Nachmittag schloss sich ein Tag der offenen Tür an. Klaus Rabl

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Nach Schicksalsschlag: Vater versucht Spagat zwischen Kindern, Beruf und der Pflege seiner Frau zu meistern
Von heute auf morgen waren der Vater und seine beiden Töchter auf sich gestellt: als die Mutter einen schweren Schlaganfall hatte. Unterstützung erhielten sie von der …
Nach Schicksalsschlag: Vater versucht Spagat zwischen Kindern, Beruf und der Pflege seiner Frau zu meistern
UBV will Kompetenzen nutzen
ie Unabhängige Bürgervereinigung 85247 (UBV) hat zu ihrer Aufstellungsversammlung ins Gasthaus Göttler nach Rumeltshausen eingeladen. Fraktionsvorsitzender Fritz Büchler …
UBV will Kompetenzen nutzen
100 Prozent für Anton Kerle
Es war eine klare Angelegenheit für Anton Kerle: Der amtierende Gemeindechef von Altomünster bewarb sich am Donnerstagabend erneut als Bürgermeisterkandidat für die CSU. …
100 Prozent für Anton Kerle
49 Medaillen beim Adventsschwimmen
Die Indersdorfer Haie haben in Neuburg ihr Können erfolgreich unter Beweis gestellt. Beim 47. Adventsschwimmen sahnen sie 49 Medaillen ab
49 Medaillen beim Adventsschwimmen

Kommentare