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Die große Familie der „Schutzmasken-Macher“ bei der kleinen Feier am Haimhauser Rathaus.

Herzliches Vergelt’s Gott mit Herz

Gemeinde Haimhausen bedankt sich bei allen, die an der Herstellung von Schutzmasken mitgewirkt haben

Die Coronapandemie entwickelte sich vor wenigen Monaten in kürzester Zeit zu einer nie da gewesenen Krise. Sie brachte Ängste, Sorgen, Probleme und leider auch Trauer mit sich. Aber Corona löste auch eine Welle der Hilfsbereitschaft aus. Der Haimhauser Bürgermeister Peter Felbermeier und seine Stellvertreterin Claudia Kops bedankten sich jetzt besonders bei den Frauen, die damals die dringend benötigten Schutzmasken hergestellt haben.

Näherinnen, aber auch die Frauen und ein Mann, die fürs Zuschneiden der Stoffe zuständig waren, waren zu einer kleinen Dankesfeier am Rathaus eingeladen. Felbermeier überreichte ihnen jeweils ein Holzbrett in Herzform mit einer Haimhauser Gravur, gestaltet von Martin Kamm.

Felbermeier blickte kurz zurück: „Am Sonntag, 29. März, also vor rund dreieinhalb Monaten, standen wir hier zusammen, als ich und meine Stellvertreterin Claudia Kops den kostenlosen Vliesstoff vom Landratsamt verteilten. Spontan haben sich an diesem Sonntagvormittag 20 Leute eingefunden. Durch die Koordinatorin Irene Zotz wurde dann Unglaubliches geleistet!“

Um die Nähaktion voranzutreiben, übernahm die Gemeinde die Kosten für die Nähutensilien. Zunächst wurden die Behelfsmasken an Senioren, Mitglieder der Risikogruppe sowie an diverse Einrichtungen wie Feuerwehr, Arztpraxis und AVZ-Pflegeteam verteilt. Als Bayern ankündigte, die Maskenpflicht einzuführen, waren die Mund- und Nasenmasken gefragt wie nie.

„Als Wertschätzung für Ihre Arbeit haben wir die Masken nicht kostenlos ausgegeben, sondern um eine Spende für die Bürgerstiftung gebeten. Durch diese Kampagne konnte bis zum heutigen Tag 8528,98 Euro generiert werden“, erklärte der Bürgermeister sichtlich erfreut.

Zeitweise sei es zu Engpässen gekommen. „Aber unsere Näherinnen haben schnell gehandelt. Nach einem Aufruf im Gemeindeblatt und in den Medien meldeten sich zahlreiche Bürgerinnen, um das Team zu stärken oder Stoffe zu spenden.“

Es waren dann rund 60 Näherinnen aktiv. Um in Spitzenzeiten effektiv arbeiten zu können, wurde die Arbeit aufgeteilt. Das Zuschneideteam schnitt die Stoffe in Form und nahm Stoffspenden entgegen. Die Kolleginnen der Mittagsbetreuung wurden abgestellt, um die Masken am Rathaus und später im Gemeinschaftsraum der Amperresidenz auszugeben. Die Haimhauser standen zeitweise regelrecht Schlange, um eine Maske zu erhalten.

„In diesen Wochen wurden rund 6500 Masken genäht. 2000 sind im Keller des Rathauses eingelagert“, so Peter Felbermeier. Er bedankte sich auch bei den örtlichen Geschäften und Banken, die die Masken ausgelegt und die die Aktion unterstützt haben. Felbermeier: „Ehrenamtliche Arbeit ist einfach unbezahlbar!“ Klaus Rabl

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