Bürgerstimme Haimhausen fordert besseren ÖPNV

Kürzere Buslinien, Ruf-Taxis und Informations-App

Die Bürgerstimme Haimhausen, die mit vier Sitzen im Gemeinderat vertreten ist, hat dem Landratsamt Dachau jetzt ein Positionspapier zur Optimierung des ÖPNV vorgelegt.

Haimhausen –Schon lange ist die Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs in Haimhausen ein Thema, das die Gemeinde beschäftigt.

Die Gründe hierfür seien vielschichtig, so die Bürgerstimme. Haimhausen sei eine wachsende Gemeinde, in der in den nächsten Jahren neue Siedlungsgebiete entstehen könnten. Zudem sei der Pendleranteil im Vergleich zum Jahr 2016 von 78 Prozent auf vermutlich über 80 Prozent angestiegen. Der Großteil der Pendler nutzt das Auto. Grundsätzlich seien viele Haimhauser dazu bereit, den ÖPNV zu benutzen. Dieser müsse aber bezahlbar werden, indem er in das MVV-Tarifsystem integriert wird. Kritik übt die Bürgerstimme auch wegen der schlechten Anbindung und die fehlende Taktung zwischen S-Bahn und Bus.

Die Bürgerstimme Haimhausen hat in dem Positionspapier verschiedene Optimierungsvorschläge zusammengefasst:

. Haimhausen soll in den Verdichtungsraum München aufgenommen werden, da die Gemeinde stark wächst.

.  Einführung von wesentlich kürzeren Bus-Linien, weil lange Busstrecken ein höheres Risiko von Verspätungen bergen, wie die Linie von Altomünster bis zur U-Bahn Garching.

. Aufbau einer InformationsApp, damit die Abfahrtszeiten und die reale Verkehrssituation in Echtzeit vom Fahrgast geprüft werden können.

. Forderung nach einer separaten Busspur im Bezug auf die Neugestaltung der B13 und der Staatsstraße 2339 zum Kramer Kreuz.

. Überprüfung der bestehenden Streckenführungen auf alternative Streckenführungen und Sinnhaftigkeit.

. Untersuchung einer Anbindung zwischen Haimhausen und der U-Bahn-Haltestelle Garching-Hochbrück.

. Forderung eines Ruf-Taxis, das in das Tarifsystem des MVV eingebunden und vor allem für die Rand- und Wochenendzeiten gedacht ist. Insbesondere sind diese für die Ortsteile Westerndorf, Amperpettenbach, Inhauser Moos und Oberndorf sinnvoll, die momentan gar nicht oder nur sehr wenig an den öffentlichen Nahverkehr angebunden seien.

ly

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