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Haimhauser Ball der Vampire: Blutsauger und verliebte Männer

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Der Chor Stimmbruch als schaurige Vampirschar, die Haimhausen unsicher machen. © hab

Rasant, lustig, verschroben und vor allem musikalisch. Das beschreibt das neueste Musiktheaterspektakel des Haimhauser Kulturkreises. Das Publikum bei der Premiere war begeistert.

Haimhausen –  Der „Haimhauser Ball der Vampire“, geschrieben von Carsten Golbeck, ist der neueste Geniestreich, der hiesigen Theaterer. Mit einem gehörigen Hauch an Ironie nimmt das Stück verschiedenste Gegebenheiten rund um Haimhausen aufs Korn.

Unter der Regie von Philipp Jescheck und Produktionsleiter Sebastian Feldhofer spielte das 16 Mann starke Ensemble in dem Stück, das an den Film „Tanz der Vampire“ anlehnt. Aufgepeppt wurde das Theater mit Musikeinlagen von „Dr. Will & the Wizards“, Bläsern der Haimhauser Dorfmusik, dem Chor Stimmbruch und extra für das Stück umgeschriebenen Liedern. Alle Beteiligten – vom Catering bis zum Bühnenbau – lieferten dem Premieren-Publikum im Haniel’schen Theaterstadel einen Abend, den viele noch lange in Erinnerung behalten werden.

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Dr. Will & the Wizards und die Haimhauser Dorfmusik untermalten das Stück mit Musik. © hab

Zur Handlung: Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg ist in Haimhausen der Lebensmittelmangel deutlich zu spüren. Als die Dorfgemeinschaft eines Abends wieder einmal im Gasthof „Zum ewigen Leben“ von Wirt Hubert (Sebastian Feldhofer) zusammenkommt, rätseln sie, woran es liegt, dass in ihrem Dorf kein Aufschwung herrscht. Was können sie dagegen machen? Die glorreiche Idee: Das Haimhauser Schloss zu einem Märchenschloss à la König Ludwig II. umzubauen und somit Touristen anzulocken.

Die im Untergrund lebenden Vampire, rund um Gräfin Xaveria von und zu Haimhaus, grandios gespielt von Marja-Leena Varpio, werden darauf aufmerksam, da sie befürchten, dass ein Pakt zwischen der Gemeinde und den Vampiren kurz davor ist, gebrochen zu werden. Er besagt, solange das Schloss nicht angerührt wird, wird kein Mensch gebissen.

Die steigende Vampiraktivität ruft Vampirjäger Klemmburg (Willy Kramer) mit seinem Adepten Wilhelm auf den Plan. Der Jäger will die Vampire töten und sein Gehilfe, authentisch gespielt von Stephan Leitmeier, verliebt sich dabei in Sarah, die Tochter des Wirtes (Marlene Mercedes Reiser). Mit plumpen Flirtsprüchen wie „Haben Sie eine Vollkasko? Sie haben mir eine Beule in die Hose gemacht“ versucht er unbeholfen, bei ihr zu landen. Doch auch die Gräfin hat ein Auge auf sie geworfen, da Sarah ihren Sohn Johann Wolfgang Amadeus (Sebastian V. Feldhofer) heiraten soll. Der ist aber an Männern interessiert und damit an Wilhelm. Eine rasante Liebesspirale beginnt. Zwischenzeitlich geht der Kampf zwischen den Haimhausern und Vampiren weiter.

Wer nun die Oberhand behält, erfährt man bei den weiteren Vorstellungen am 3./4./5. und 6. Juli ab 20 Uhr. Karten sind an den Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse erhältlich. 

Leyla Yildiz

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