Trassenplan
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Trassenvarianten: In Blau sind die beiden Haimhauser Varianten für die neue Stromleitung eingezeichnet, die nördliche zwischen Haimhausen und Inhausen und die südliche zwischen Inhausen und Unterschleißheim. Die Gemeinde hofft aber jetzt auf eine unterirdische Leitung.

Hoffnung auf neue Trasse

Starkstromleitung durch Haimhauser Gemeindegebiet vielleicht unterirdisch

  • vonNico Bauer
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Die Starkstromleitung durch Haimhausen, die von der Firma Tennet gebaut werden soll, war wieder Thema im Gemeinderat. Dabei kam eine unterirdische Leitung zur Sprache.

Haimhausen – Im Vorfeld des Raumordnungsverfahrens der künftigen Starkstrom-Trasse durch das Gemeindegebiet Haimhausen (wir berichteten) ist die Kommune hinter den Kulissen sehr aktiv, um das Schlimmste zu verhindern. Nun könnte es neben zwei diskutierten Trassen noch eine dritte Option mit unterirdischen Leitungen geben. Dies wäre ein Pilotprojekt, für das sich nun auch die beiden Bundestagsabgeordneten Katrin Staffler (CSU, Wahlkreis Dachau/Fürstenfeldbruck) und Andreas Lenz (CSU, Erding-Ebersberg) einsetzen. Derzeit gibt es in Deutschland bereits zwei Pilotprojekte für unterirdische Starkstromleitungen, und Haimhausen wäre da gern die Nummer drei.

Wie die Chancen auf diese Alternative zu den oberirdischen Leitungsvarianten stehen, kann Bürgermeister Peter Felbermeier (CSU) nicht sagen. Klar ist auch, dass diese Möglichkeit mehr Aufwand und mehr Kosten bedeutet. Unter der Erde hätte die Leitung eine Breite von 70 (!) Metern und würde größere Bauarbeiten notwendig machen. Die Bundestagsabgeordneten aus der Region haben sich des Themas angenommen und wollen in Berlin die Möglichkeiten eruieren. Da trifft es sich auch gut, dass Andreas Lenz in dem für solche Maßnahmen zuständigen Wirtschaftsausschuss vertreten ist.

Bei den oberirdischen Leitungen geht es der Gemeinde Haimhausen darum, die Nord-Variante zu verhindern. Diese würde die Entwicklungsmöglichkeiten der Kommune erheblich einschränken. Den Haimhausenern wäre die südliche Leitung lieber, aber die verläuft teilweise durch Naturschutzgebiet und dürfte im Raumordnungsverfahren und den weiteren Umsetzungsschritten einige Hürden zu überwinden haben.

Vor wenigen Tagen gab es eine Gesprächsrunde mit der Gemeinde sowie den Firmen Bayernwerk und Tennet über die Starkstromleitung. Dabei wurde der Gemeinde erstmals deutlich gemacht, dass die bestehende Leitung über das Inhausermoos bei einer Entscheidung für diese Trasse durch Aufseilungen zusätzlich gesichert werden müssten.

Für eine Informationsveranstaltung bezüglich des Baugebietes Birkenweg Süd und auch für die nächste Gemeinderatssitzung (15. Oktober) haben Vertreter von Bayernwerk ihren Besuch zugesagt, um Bürgern wie Gemeinderäten Rede und Antwort zu stehen. Felbermeier rechnet damit, dass das Raumordnungsverfahren Anfang nächsten Jahres anlaufen wird und dann wohl mindestens fünf Jahre dauern werde.

„Wir wollen alle unsere Möglichkeiten ausschöpfen“, sagte der Haimhauser Bürgermeister.

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