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Im 3. Bauabschnitt im Baugebiet Schrammerweg entstehen drei Gebäude.

Haushalt der Gemeinde Haimahausen

Haimhausen investiert

Der Gemeinderat Haimhausen verabschiedet einstimmig einen 17,4-Millionen-Haushalt. Kritik kommt nur von Bernhard Seidenath.

Haimhausen– Der Haimhauser Gemeinderat hat den Haushaltsplan für das laufende Jahr ohne Gegenstimmen verabschiedet. Nach nicht einmal 20 Minuten Vortrag und sehr sachlicher Diskussion waren sich fraktionsübergreifend alle einig: Die Investitionen in kommunale Wohnungen, in das neue Gemeindehaus am Rathaus und in die Kinderbetreuung bergen viel Potenzial für die Zukunft. Es sind sinnvolle Investitionen, die sich zumal teils selbst amortisieren.

Der Haushalt hat ein Gesamtvolumen von 17,4 Millionen Euro (Verwaltungshaushalt 11,4, Vermögenshaushalt 6 Millionen). Größte Einnahmequelle sind die Steuern mit 8 Millionen Euro. Dominiert wird der Haushalt von den kommunalen Bauvorhaben. Einmal entstehen drei Wohngebäude im Neubaugebiet am Schrammerweg, zum anderen ist der Spatenstich für das kommunale Mehrzweckgebäude mit Arztpraxen, Verwaltungsräumen der Gemeinde, Büros sowie einem neuen Sitzungssaal bereits erfolgt. Direkt neben dem Rathaus laufen bis August nächsten Jahres die Bauarbeiten. Die Baukosten belaufen sich voraussichtlich auf 5,5 Millionen Euro, die über die Mieteinnahmen refinanziert werden.

Die drei Wohngebäude am Schrammerweg teilen sich wie folgt auf: Zwei Mietgebäude mit insgesamt 30 Wohnungen werden von der Gemeinde als Bauherrin errichtet, wofür es Fördermittel vom Freistaat in Höhe von 30 Prozent der aktuell veranschlagten Baukosten gibt. Im dritten Gebäude entstehen zwölf Eigentumswohnungen, die in einem Baulandmodell vergeben werden. Hier ist das jüngst gegründete Kommunalunternehmen Liegenschaften Haimhausen der Bauträger, Fördermittel gibt es dafür nicht.

Einen großen Posten im Haushalt nimmt die Kinderbetreuung ein. Hier entstehen Kosten in Höhe von 2,6 Millionen Euro, denen Einnahmen von nur 1,4 Millionen Euro gegenüber stehen. Das Defizit finanziert die Gemeinde aus den allgemeinen Steuereinnahmen.

Einig war man sich im Gemeinderat, dass das Geld für die Kinder- und Jugendarbeit bestens angelegt ist. Bürgermeister Peter Felbermeier sprach für alle: „Dieses Geld ist die beste Investition in die Zukunft unseres Gemeinwesens.“

Der 461 Seiten starke Haushaltsplan wurde von allen Seiten sehr gelobt. Ein kritischer Zwischenruf kam von Bernhard Seidenath, der meinte, der Haushalt sei nur deshalb positiv ausgefallen – es sind keine Kreditaufnahmen nötig –, weil es mehr staatliche Zuweisungen gab. Seidenath: „Wir sollten künftig schauen, dass wir wieder selber klarkommen.“ Bürgermeister Felbermeier entgegnete, dass die Schlüsselzuweisungen für die Gemeinde auch deshalb höher ausfielen, weil neuerdings anders gerechnet werde. „Wir müssen uns dafür nicht schämen.“

Schließlich merkte Felbermeier nicht ohne Stolz an, dass das Steueraufkommen außer einem Ausreißer vor zehn Jahren noch nie in der Geschichte Haimhausens so hoch war.

  Gottfried Möckl

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