Corona-Zahlen auf Mallorca steigen rasant: RKI zieht Konsequenz und macht Insel jetzt zum Risikogebiet

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Gerade rechtzeitig vor der Sitzung, in der es um die Kinderbetreuungsplätze in der Gemeinde ging, wurde CSU-Gemeinderat Josef Heigl junior (rechts) zum zweiten Mal Papa. Bürgermeister Peter Felbermeier gratulierte und übergab ein Baby-Hemdchen mit der Aufschrift „Haimhausen – da bin i dahoam“. 

Haimhausens Bürgermeister klärt auf 

Mehr Krippenkinder als geplant

Das Missverhältnis zwischen genehmigten Kinderbetreuungsplätzen und dem letztlich benötigten Bedarf hat Haimhausens Bürgermeister Peter Felbermeier (CSU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats beklagt. So sei die von der Gemeinde gebaute Kinderkrippe schon bei der Eröffnung viel zu klein und komplett ausgebucht gewesen.

Haimhausen – Wie Bürgermeister Peter Felbermeier im Gemeinderat sagte, seien die staatlichen Planer bei den Finanzierungsverhandlungen nur von einem Drittel der Kinder unter drei Jahren ausgegangen, die eine Kinderkrippe besuchen wollten. Doch sobald ein Angebot da sei, werde es auch genutzt, so Felbermeier im Gespräch mit unserer Zeitung. Deshalb gelte es, nicht von einem errechneten Bedarf auszugehen, sondern angebotsorientiert zu denken. „Wir brauchen bei der Bedarfsplanung einen Puffer.“ Er würde sich daher vom Freistaat mehr Flexibilität wünschen. Ergun Dost (Bürgerstimme Haimhausen) wies in diesem Zusammenhang auf einen zusätzlichen Punkt hin. Er sprach von einem Baby-Boom wegen Corona.

In der Gemeinderatssitzung erkundigte sich Christina Meckl (ÜWG Haimhausen) nach dem Rechtsanspruch auf Betreuungsplätze nicht nur für Kindergarten-, sondern auch für Schulkinder. Wie Bürgermeister Felbermeier ausführte, will der Bund ab 2025/2026 einen Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung für Grundschüler einführen. „Wir haben aber nichts an die Hand bekommen, wie sich das entwickelt. Wir wissen, wir müssen etwas machen, aber keiner hat uns gesagt, was und wie“, meinte der Bürgermeister. Das sei deshalb so prekär, weil die benötigten Flächen für Horte, Mittagsbetreuung, offene und gebundene Ganztagsschule jeweils anders sind.

Ein paar Dutzend Kinder zwischen drei und sechs Jahren würden laut Christian Stangl (FDP) in eine Art Kindergarten bei der Bavarian International School (BIS) gehen. Aber die tauchten in der Gemeindestatistik gar nicht auf. „Die können bei uns gar nicht vorkommen“, sagte Bürgermeister Felbermeier. „Denn die Mehrzahl der Kinder kommt von außerhalb Haimhausens.“ Die Gemeinde wisse auch nicht, woher.

Da das Bayerische Rote Kreuz beim Kindergarten sowie die Gemeinde bei der Kinderkrippe die Träger der jeweiligen Einrichtung sind, erkundigten sich Dorothea Hansen (Bündnis 90/Die Grünen) und Thomas Mittermair (CSU), ob es nicht sinnvoller sei, für beide Einrichtungen denselben Träger zu haben. Bürgermeister Peter Felbermeier meinte, bei nur einem Träger wäre es leichter, den Personaleinsatz zu planen.

Einstimmig beschlossen die Gemeinderatsmitglieder schließlich, ein Konzept für den Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen in der Gemeinde für die kommenden zehn bis 15 Jahre zu erarbeiten.

Reinhard-Dietmar Sponder

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