Kardinal Marx (links)
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Prominenz in Haimhausen: Kardinal Reinhard Marx (links) zelebrierte den Festgottesdienst in St. Nikolaus.

Kardinal Reinhard Marx weiht die renovierte Kirche mit einem Pontifikalgottesdienst ein

Hoher Besuch in Haimhausen

  • Leyla Yildiz
    VonLeyla Yildiz
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Festtag in Haimhausen: Die Pfarrkirche St. Nikolaus ist nach sieben Jahren fertig renoviert. Zur Weihe kommt Kardinal Marx.

Haimhausen – Es ist endlich geschafft: Nach sieben Jahren Renovierungszeit ist die St. Nikolaus Kirche in Haimhausen eingeweiht. Dem Anlass entsprechend bekam die Gemeinde mit dem Erzbischof Reinhard Kardinal Marx am vergangenen Samstag hohen Besuch, der den Pontifikalgottesdienst zur Wiedereinweihung leitete.

Etwa 80 Gäste lauschten den Worten des Geistlichen, darunter Vereinsvertreter, Lokalpolitiker sowie Bürgermeister Peter Felbermeier. Für alle anderen, die wegen der Corona-Pandemie nicht vor Ort dabei sein konnten, gab es die Möglichkeit, dank einer Live-Übertragung an dem Gottesdienst teilzunehmen. „Daran haben wir uns inzwischen schon gewöhnt, dass wir überall gestreamt werden“, sagte Kardinal Marx mit einem Schmunzeln.

Pfarrer Menzel eröffnete den Gottesdienst, ehe der Erzbischof übernahm. Marx sprach davon, dass die Renovierung einer Kirche ein wichtiger Augenblick sei – für das Leben einer Pfarrei und einer Gemeinschaft. „Es ist ein Ausdruck der Hoffnung, denn wir gehen als Volk Gottes weiter durch die Geschichte hindurch“, sagte er. Im Anschluss segnete der Kardinal den Taufbrunnen und besprengte die Gläubigen mit Weihwasser. Nach der Segnung des Ambos und zwei Lesungen übergab Marx das Evangeliar an Pfarrer Seidl.

Kardinal Marx hielt daraufhin seine Predigt. Darin ging er unter anderem darauf ein, warum es Kirchen überhaupt gibt. „Warum braucht Gott eine Kirche?“, fragte er. Doch nicht Gott benötige sie, sondern die Menschen. „Wir brauchen das als Zeichen, dass mitten unter uns in Haimhausen der Himmel geöffnet ist.“

Bei der anschließenden Altarweihe wurden die Reliquien des heiligen Martialis, des heiligen Redemptus und der heiligen Clementia im Altar beigesetzt und darauf an fünf Stellen Weihrauch angezündet. Er soll an die Wundmale Christis erinnern. Der Weihrauch stand hoch in Flammen und hüllte die Kirche in dunklen Rauch.

Abschließend segnete Kardinal Marx den Tabernakel und stellte das Allerheiligste hinein. Ein Ministrant durfte das ewige Licht anzuzünden. Als Nachweis für die Einweihung bekam der Pfarrverband die Weiheurkunde von Marx überreicht. Darin bezeugte er, dass er die Kirche nach liturgischen Regeln geweiht hat.

Nach dem Gottesdienst zog die Delegation mit Kardinal Marx und der Haimhauser Dorfmusik aus der Kirche aus in Richtung Pfarrkindergarten. Dort versammelten sich die Gäste zu einem kleinen Sektempfang. Den besonderen und historischen Tag der Gemeinde Haimhausen rundete noch ein gemeinsames Essen im Kinderhaus ab.

Pastoralreferent Bernhard Skrabal zeigte sich glücklich und erleichtert: „Ich bin äußerst froh, auch wenn wir zwar noch nicht ganz fertig sind.“ Für die Sakristei und die Seitenaltäre wird neues Mobiliar geliefert. Doch das soll hoffentlich in den nächsten Wochen so weit sein.“

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