Ziege Schnucki hat ihren Lebensabend auf dem Hof von Annette Haniel verbracht. Nun wurde sie von einem Hund gerissen. foto: privat

Haimhauser Streicheltier ist tot

Hund tötet Ziege Schnucki

Schnucki, die zutrauliche Ziege aus Haimhausen, ist tot. Wie Annette Haniel, Besitzerin der Ziege, mitteilte, wurde die Geiß von einem Hund gerissen.

Dachau –  Am Montag kehrte Försterin Annette Haniel kurz nach Mittag zu ihrem Hof zurück, um Werkzeuge auszutauschen – und fand die dorfbekannte Ziege tot vor ihrem Wohnzimmerfenster. Für sie ein großer Schock. „Unsere drei Ziegen liefen auf unserem Hof, der nicht umzäunt ist, frei rum“, erklärte Haniel. Nachdem der Gasthof Marienmühle, der einen hauseigenen Streichelzoo mit drei Ziegen besaß, vor vier Jahren schließen musste, nahm der Forstbetrieb Haniel am Breitholz in Haimhausen kurzerhand die drei Waisen auf dem Hof auf. Seitdem leben die Ziegen auf dem Gelände der Familie, sie haben einen eigenen Stall. Sie sind schon etwas älter, laufen nicht weg, und bekommen alles, was sie brauchten, von der Försterin. „Sie fühlen sich wohl bei uns“, erzählt sie.

Nicht nur Schnucki wurde Opfer der Hundeattacke: Eine weitere Ziege wurde am Hinterlauf gebissen. Beide standen am Montag zitternd und verängstigt in ihrem Stall. Ein sofort alarmierter Tierarzt konnte für Schnucki nur noch den Tod feststellen. Die Wunde des verletzten Ziegenbock konnten erst nach dem Spritzen eines Beruhigungsmittels behandelt werden. Der Tierarzt ist sich sicher: Es war ein großer Hund.

Das Problem mit den freilaufenden Hunden ist Annette Haniel schon länger bekannt. „Hier laufen andauernd Hunde unangeleint rum“, erzählt sie. Durch ihren Beruf als Förster konnte sie beobachten, dass im Haimhauser Breitholz kaum mehr Bodenwild wie Fasane oder Hasen zu sehen ist. Vermutlich wegen freilaufende Hunde, die Wild jagen. Oft, so Haniel, haben die Besitzer keine Kontrolle über die Tiere. „Ich mache mir auch schon Sorgen um meine Tochter“, erzählt die Försterin. Sie lasse sie nun nur ungern alleine draußen herumlaufen. Auch die Ziegen „müssen nun leider in dem Stall leben“. Nach draußen will sie die beiden harmlosen Nutztiere vorerst nicht lassen. „Das wollten wir eigentlich nie, die Ziegen sollten immer frei sein. Aber leider geht es nicht anders.“

Ermittlungen seitens des Ordnungsamtes der Gemeinde wurden aufgenommen. Auch der Polizei wurde der Vorfall gemeldet. Wer die Tat beobachtet hat oder Hinweise geben kann, soll sich unter 0 81 31/56 10 bei der Polizeiinspektion melden. 

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