Zwei Männer mit Masken beugen sich über Kasten
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Hier läuft alles zusammen: Uwe Nickl von Deutsche Glasfaser (links) erklärt Minister Albert Füracker, wie die Glasfaserleitungen zu den Haushalten geführt werden.

Ortsteil Inhausen angeschlossen

Haimhausen komplett am Glasfasernetz

  • vonLeyla Yildiz
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In den vergangen Monaten der Corona-Krise hat sich gezeigt: Schnelles Internet ist wichtig. Im Gemeindegebiet Haimhausen ist nun der letzte Ortsteil, Inhausen, an das Glasfasernetz angeschlossen. Die Gemeinde ist jetzt komplett erschlossen.

Haimhausen/Inhausen – Die Versorgung der Bürger mit Wasser und Strom gehört zur öffentlichen Daseinsversorgung. In den letzten Jahren ist aber noch ein Punkt hinzugekommen – die Digitalisierung und damit der Breitbandausbau.

In der Gemeinde Haimhausen ist seit gestern der Bauernhof der Familie Plank an das Glasfasernetz angeschlossen. Der Bauernhof steht in Inhausen, und somit ist der Ortsteil der letzte in Haimhausen, der an das Netz angeschlossen wurde. FTTH, wie das Glasfasernetz auch genannt wird, „ist das beste, was es auf dem Markt gibt“, sagte Bürgermeister Peter Felbermeier. Zum Termin konnte er Bayerns Heimat- und Finanzminister Albert Füracker begrüßen.

Schon vor fünf Jahren habe die Gemeindeverwaltung den Ausbau des Breitbands auf den Weg gebracht. „Wir haben damals geschaut, welche Möglichkeiten des Ausbaus es gibt und sind dabei auf das Glasfasernetz gekommen“, sagte Felbermeier. Im nächsten Schritt hätte die Gemeinde eine Ausschreibung gemacht, bei der sich die Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser beworben und letztendlich gewonnen hat. 2017 haben die Gemeinde und die Unternehmensgruppe den Vertrag zum Ausbau unterschrieben. „Innerhalb kürzester Zeit haben wir die komplette Gemeinde erschlossen“, sagte der Geschäftsführer der Deutschen Glasfaser, Uwe Nickl.

Das Projekt in den äußeren Ortsteilen Haimhausens hat der Freistaat Bayern mit rund 415 000 Euro gefördert. Denn laut dem bayerischen Finanzminister Albert Füracker ist es ein hohes Ziel der Regierung „Gigabit in jeden bayerischen Haushalt zu bringen“, auch in die ländliche Gebiete.

96 Prozent der bayerischen Haushalte sind am Glasfasernetz

Diese Gebiete hat die Deutsche Glasfaser nicht in eigenwirtschaftlicher Leistung erschlossen. Deshalb greift die Gigabit-Förderung, mit der eben auch die entlegensten Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossen sein können. „Die sorgt zusammen mit den Kommunen und der Wirtschaft für Flächendeckung beim High-Speed-Internet“, sagte Albert Füracker. Besonders in den letzten Monaten der Corona-Krise habe es sich gezeigt, dass die Digitalisierung besonders wichtig sei, etwa bei Home-Office, Online-Unterricht und Videokonferenzen.

In Bayern sind inzwischen über 96 Prozent aller Haushalt an das Glasfasernetz angeschlossen. „Damit liegen wir auf Platz zwei in Deutschland, nur Schleswig-Holstein ist noch vor uns“, sagte Füracker.

Die Haimhauser haben sich laut Peter Felbermeier stark für den eigenwirtschaftlichen Ausbau des Glasfasernetzes eingesetzt. „Deshalb gilt mein allergrößter Dank den Bürgerinnen und Bürgern“, sagte Felbermeier. Haimhausen sei „gut gerüstet für die Zukunft“.

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