Haimhausen und Mykene

Kooperation mit Weltkulturerbe

Die Bedeutung der archäologischen Stätte Mykene, seit 1999 Unesco-Weltkulturerbe, ist einzigartig. Dank der Initiative des Haimhauser Gemeinderats Dr. Manfred Moosauer gibt es nun ein kulturelles Freundschaftsabkommen zwischen seiner Heimatgemeinde und der griechischen Gemeinde Argos-Mykene, das am morgigen Freitag mit einem Fest gefeiert wird.

Haimhausen – Mit einem griechischen Fest am Freitag, 6. Juli, ab 19 Uhr in der Bavarian International School nimmt die Gemeinde Haimhausen gemeinsam mit dem Bronzezeit-Bayern-Museum Kranzberg die Unterzeichnung eines kulturellen Freundschaftsabkommens mit der griechischen Gemeinde Argos-Mykene vor. Mykene selbst gehört als bedeutende griechische Stätte seit 1999 zum Unesco-Weltkulturerbe. Als Höhepunkt des Abends wird die „Apologie des Sokrates“ von Platon aufgeführt werden.

Eine Apologie ist eine literarische Gestaltung der Verteidigungsrede des berühmten Philosophen. Extra für die Aufführung reisen Darsteller aus Kreta an, die das Stück in griechischer Sprache und untermalt mit Musik vortragen werden. Für all jene, die dieser alten Sprache nicht kundig sind, wird am Bühnenrand eine deutsche Übersetzung zu sehen sein. Im Anschluss an die Aufführung werden griechische Spezialitäten serviert, und eine griechische Tanzgruppe wird die Gäste beider Nationen unterhalten.

„Alle mit den Kulturverträgen betrauten Freunde sehen die Partnerschaft positiv. Die Kosten sind gut zu schultern, da sicher nicht zu viel Aufwand auf uns zukommen wird. Der kostenlose Schüleraustausch steht im Vordergrund“, so Dr. Manfred Moosauer, Haimhauser Gemeinderat und Kulturexperte. Er selbst bezeichnet Griechenland als seine zweite Heimat und spricht nur lobend über Argos-Mykene. „Trotz des derzeitigen Sparzwanges ist die Stadt Argos vorbildlich im Bereich Ordnung und Sauberkeit. Es geht arm zu, aber niemand muss hungern oder betteln. Nicht einmal die sonst üblichen streunenden Hunde gibt es – sie haben Futterplätze“, so Moosauer.

Sein großes Ziel war seit Jahren eine Verbindung des von ihm gegründeten Bronzezeit-Bayern-Museum Kranzberg und seiner Heimatgemeinde Haimhausen mit dem Unesco-Weltkulturerbe Mykene herzustellen. Das wurde nun erreicht. „Das ist wie ein Nobel-Preis für Bayern“, ist Moosauer gerührt und verspricht, mit dem Freundschaftsvertrag auch vor den bayerischen Landtag zu treten, um weitere Unterstützer zu gewinnen.

„Für die Gemeinde Haimhausen ist es eine große Ehre, wenn eine Stadt wie Argos-Mykene eine freundschaftliche Beziehung zu unserem Ort aufbauen möchte“, so Bürgermeister Peter Felbermeier. Die geschichtliche Bedeutung der archäologischen Städten von Mykene sei von unschätzbarem Wert.

Claudia Lepuch

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