Immer mehr Urnenbestattungen gibt es auf dem Haimhauser Friedhof.
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Immer mehr Urnenbestattungen gibt es auf dem Haimhauser Friedhof.

Sozialausschuss der Gemeinde Haimhausen macht Führung auf dem Friedhof – Mehr freie Fläche vorhanden

Nachfrage nach Urnenbestattungen ist stark gestiegen

  • Leyla Yildiz
    vonLeyla Yildiz
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Haimhausen – Der letzte Tagesordnungspunkt der jüngsten Sitzung des Sozial-, Kultur- und Bildungsausschusses war etwas Besonderes. Ein Ausflug mit Führung auf dem Haimhauser Friedhof. Der Anlass: Die Art der Bestattungen hat sich im Laufe der Jahre immer mehr gewandelt.

Michaela Schilasky vom Ordnungsamt der Gemeinde verglich die Situation von heute mit der von 2006. Vor 15 Jahren lag die Zahl der Sargbestattungen noch bei 82 Prozent, heute sind diese deutlich zurückgegangen auf 35 Prozent. Stattdessen sind Urnenbestattungen immer mehr im Trend. 19 Prozent der Urnen kommen in bestehende Erdgräber, sechs Prozent in Urnen-Erdgräber, 21 Prozent in eine Urnenwand und 20 Prozent unter einen Baum.

Letztere Variante gibt es seit 2012 und erfreut sich wachsender Beliebtheit. „Die Baumbestattungen sind sehr gut angenommen worden“, sagte Claudia Kops als Vorsitzende des Ausschusses. Hier werden Bio-Urnen vor einen Baum in den Boden gesetzt und mit einer runden Platte verschlossen.

Da die Nachfrage nach Urnenbestattungen so hochgegangen ist, baute die Gemeinde eine neue Urnenwand, die seit dem letzten Quartal des vergangenen Jahres fertig ist. Die Urnenwand und immer mehr aufgelöste Gräber tragen jetzt dazu bei, dass wieder mehr freie Fläche auf dem Friedhof vorhanden ist. Hier gibt es schon einige Überlegungen, wie diese genutzt werden kann: Eine weitere Urnenwand, wie es sie jetzt schon gibt oder eine Urnenwand als Abgrenzung – sozusagen als Mauer.

Außerdem kann sich Michaela Schilasky vorstellen, sogenannte Urnenstelen bauen zu lassen. Das ist eine Art Pfosten mit etwa drei bis vier Urnenplätzen übereinander. Wie die Stelen genau auf dem Gelände aufgestellt werden können, ist noch offen.

Doch es gibt noch weitere Möglichkeiten, den freien Platz zu füllen: „Wir müssen uns Gedanken über Sondergräber machen“, sagte Kops. „Beispielsweise für andere Glaubensrichtungen.“ Auf dem Haimhauser Friedhof gab es bereits zwei muslimische Beerdigung. Zu den Sondergräbern zählen auch große Gräber.

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