Wie geht’s weiter mit dem Brauereigelände? Ideen gibt es viele für das Haimhauser Herzstück.
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Wie geht’s weiter mit dem Brauereigelände? Ideen gibt es viele für das Haimhauser Herzstück.

Bürgerbefragung zur Zukunft des Brauereigeländes bringt bunten Ideenstrauß

Was wird aus der Schlossbrauerei Haimhausen: Riesenrad, Wellness-Hotel, Irrgarten?

  • Leyla Yildiz
    vonLeyla Yildiz
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Was soll auf dem Gelände der Schlossbrauerei Haimhausen entstehen? Die Gemeinde initiierte eine Bürgerbefragung, um die Wünsche der Haimhauser für die Schlossbrauerei einzubeziehen.

Haimhausen - Bier aus der Schlossbrauerei Haimhausen – das gibt es seit letztem Jahr nicht mehr. Das Gelände der Brauerei steht momentan leer, doch es gibt bereits einen neuen Eigentümer. Die Firma Euroboden hat das Areal von der Familie Haniel gekauft. Schon in der Januar-Sitzung stellte sich Geschäftsführer Stefan Höglmaier dem Gemeinderat vor. Damals initiierte das Gremium eine Bürgerbefragung, um die Wünsche der Haimhauser für die Schlossbrauerei einzubeziehen.Das war auch Höglmaier wichtig, denn er hat mit dem Gelände so einiges vor und will es zum Herzstück des Ortes machen, wie er sagte.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats stellte Eva-Maria Eichenseher von Engel & Zimmermann das Ergebnis der Bürgerbefragung vor. Das Unternehmen hatte sich um die Durchführung der Beteiligung gekümmert. Insgesamt nahmen 306 Bürger daran teil (wir berichteten). Das Ergebnis lässt sich in einem Wort zusammenfassen: bunt. Die Teilnehmer sollten Ankreuzfragen beantworten und Ideen und Wünsche äußern. Und da hatte Eichenseher so einige Highlights, wie sie es nannte. Beispielsweise ein Wellness-Hotel, einen Irrgarten oder sogar ein Riesenrad mit Blick auf Haimhausen.

Bei der Umfrage mitgemacht hat vor allem ein großer Teil der älteren Gemeinde-Bevölkerung, darauf lässt der geringe Anteil der Online-Fragebögen schließen. 28,5 Prozent der über 60-Jährigen haben an der Befragung teilgenommen, 29,5 Prozent der 31- bis 45-Jährigen und 35 Prozent der 46- bis 60-Jährigen.

Zusammenfassend lässt sich aber sagen, dass die Bürger Haimhausens einen Ort der Gemeinschaft haben wollen, wo sie zusammenkommen können. Lebendig soll es sein und ein Ortszentrum, das zum Verweilen und Genießen einlädt. Gleichzeitig wünschen sich die Haimhauser generationenübergreifendes Wohnen, einen Raum für Veranstaltungen beziehungsweise Vereine und einen Treffpunkt im Freien für Dorffeste und Märkte.

Doch es besteht auch der große Wunsch, die Gastronomie dort aufleben zu lassen. So schrieb einer der Teilnehmer, dass die Gastronomie in das historische und denkmalgeschützte Sudhaus integriert werden könnte. Ein Großteil der Teilnehmer sprach sich außerdem für Grünflächen und einen autofreien Bereich aus.

Für Bürgermeister Peter Felbermeier war es auf jeden Fall ein „bunter Strauß“ an Vorschlägen. Ihn machte jedoch stutzig, dass recht wenige an der Befragung teilgenommen haben. Eva-Maria Eichenseher sieht das aber etwas anders. „Über 300 Teilnehmer finde ich sehr positiv“, sagte sie.

Der Gemeinderat muss nun die Ergebnisse auswerten und möglicherweise einen städtebaulichen Experten hinzuziehen. „Euroboden kann nicht ins Grüne planen“, sagte Felbermeier.

Stefan Höglmaier nahm diesen Hinweis diplomatisch auf und sagte, dass die Gemeinde die Planungshoheit habe. „Wir wollen ein Angebot machen und es dann unterbreiten.“ Dafür „wollen wir mit einem abstrakten Wunschzettel arbeiten“. Das Ganze biete eine Chance, gemeinsam an einem Strang zu arbeiten mit einem positiven Ergebnis.

LEYLA YILDIZ

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