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Spatenstich für den Radweg zwischen Ampermoching und Ottershausen: v.l. Martin Gasteiger, Richard Reischl, Stefan Löwl, Bernhard Seidenath, Claudia Kops, Andreas Dersch, Gabriele Michal und Peter Felbermeier. 

Spatenstich

Radweg für Alltags- und Freizeitradler

Der Wunsch nach einem Radweg zwischen Ampermoching und Haimhausen besteht schon seit einigen Jahren. Nun nehmen zwei Gemeinden das Projekt in Angriff. Der Freistaat will Zuschüsse zahlen.

Hebertshausen/Haimhausen – Radler begeben sich auf ein gefährliches Pflaster, wenn auf Staatsstraßen kein durchgängiger Fahrradweg vorhanden ist, wie zum Beispiel zwischen Ampermoching und Haimhausen. 

Autofahrer rauschen dort an der Staatsstraße meist mit hohem Tempo an Radfahrern vorbei, vor allem auf der Geraden von der Amperbrücke bis zum Ottershauser Holz.

Das wird sich bald ändern: Nun erfolgte der Spatenstich für den Bau eines Radweges zwischen dem Hebertshauser Ortsteil Ampermoching und dem Haimhauser Ortsteil Ottershausen. 

Dazu kamen neben vielen Gästen auch die beiden Bürgermeister der Gemeinden Richard Reischl und Peter Felbermeier, Landrat Stefan Löwl, Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath und Vertreter der beteiligten Baufirmen.

Federführend in der Zusammenarbeit zwischen den beiden Gemeinden wird Hebertshausen sein. Das Kooperationsprojekt wird rund 1,5 Millionen Euro kosten und soll schon im Herbst fertig werden. Richard Reischl bedankte sich bei den Grundstückseigentümern, die sich kooperativ zeigten und den Grundabtretungen zustimmten. 

Bürgermeister Felbermeier dankte ebenfalls den Grundstückseigentümern für ihr Entgegenkommen. Er freut sich besonders, denn der Gemeinderat Haimhausen hat bereits beschlossen ein Radweg-Teilstück zur Bundesstraße 13 zu bauen.

Somit entsteht im östlichen Landkreis der erste durchgehende Radweg von Dachau bis in den Nachbarlandkreis Freising, erklärte er. „Der Radweg nach Haimhausen wird nicht gebaut, damit ich künftig mit dem Rad sicher von meinem Wohnort Ampermoching in das Rathaus von Haimhausen komme“, sagte er und lachte.

Auch Landrat Löwl freut sich darauf, wenn er den Weg im Herbst mit einer Radtour eröffnen kann. Der Radweg dient sowohl Freizeitfahrern, aber auch Alltagsradlern: Wer zum Beispiel von Hebertshausen in die Haimhauser Eisdiele möchte oder von Haimhausen zu seinem Arbeitsplatz nach Dachau, für den sei die neue Trasse wertvoll, sagte Löwl.

Das neue 2,4 Kilometer lange Teilstück des Radwegs spiele eine wichtige Rolle im aktuellen Verkehrskonzept des Landkreises, sagte Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath. 

Doch bemerkte gleichzeitig, dass der Bau des 2,5 Meter breiten Geh- und Radwegs neben der Staatsstraße eigentlich eine Angelegenheit des Freistaates sei. Leider wurde das Projekt nicht in den staatlichen Radverkehrsplan aufgenommen.

Nun bauen und finanzieren die beiden Gemeinden die Maßnahme selbst und der Freistaat beteiligt sich mit nachträglichen Zuschüssen.

Bei einem Gläschen Sekt klang die Feier unter einer schattigen Kastanie aus. Die Eröffnungsfeier wird die Gemeinde Haimhausen im kommenden Herbst ausrichten.

Von Klaus Rabl

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