Asylbewerber werden hier noch bis 2017 untergebracht. khr

Asylbewerber nur bis 2017 im Schloss Deutenhofen

Hebertshausen - Der Hebertshauser Gemeinderat musste sich wieder einmal mit der Asylbewerberunterkunft im Schloss Deutenhofen auseinander setzen.

Diesmal lag ein Antrag vor, dass die Erlaubnis, das Schloss als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen, auf unbefristete Zeit verlängert wird.

Seit Ende Mai 2013 leben in dem ehemaligen Alten- und Pflegeheim Flüchtlinge. Und seitdem beschäftigt sich der Gemeinderat immer wieder mit Anträgen zu der Nutzungsänderung und -erweiterung für die verschiedenen Gebäudeteile, wie Bürgermeister Richard Reischl in der Sitzung ausführte.

Im alten Schloss befinden sich die Räumlichkeiten des Vereins „Haus des Lebens“. Dort leben schwangere Frauen und Mütter mit ihren Kindern, die sich in einer problematischen Lebenssituation befinden. Durch das Leben in Wohngruppen bekommen sie Hilfe, ihren Alltag zu meistern.

Im linken Gebäudetrackt sind die Asylbewerber untergebracht. Ursprünglich sollten dort nur 30 Flüchtlinge wohnen. Inzwischen hat der Gemeinderat mehrere Nutzungserweiterungen genehmigt, sodass mittlerweile 58 Asylbewerber untergebracht werden können. Derzeit leben in Deutenhofen 59 Flüchtlinge.

Das komplette Erdgeschoss sowie die nordwestliche Hälfte des ersten Obergeschosses und des Dachgeschosses dürfen bis zum August 2017 als Asylbewerberunterkunft genutzt werden. Jetzt musste der Gemeinderat über eine Verläugerung der Nutzungserweiterung für die nordöstliche Hälfte des ersten Obergeschosses und des Dachgeschosses entscheiden.

Laut Bürgermeister Richard Reischl empfiehlt die Verwaltung aus ortsplanerischer Gesichtspunkten einer unbefristeten Verlängerung keinesfalls zuzustimmen. „Es soll keinen Freifahrtsschein geben“, sagte Reischl auch im Hinblick auf die Räumlichkeiten im alten Schloss. Der Mietvertrag des Schlosseigentümers mit dem Bezirk endet für die Asylantenunterkünfte im Jahr 2017.

Gemeindrat Martin Gasteiger (FBB) stellt dazu fest, dass sich seine Fraktion mit dem Thema eingehend beschäftigt und sich für die Beibehaltung der bisherigen Regelung mit dem Datum 2. August 2017 entschieden hat. Dem schloss sich auf Marianne Klaffki (SPD) an. Sie appellierte aber an das Gremium im Bedarfsfall sich Änderungen nicht zu verschließen. Der Gemeinderat stimmte also einstimmig, der verübergehenden Nutzungserweiterung der nordöstlichen Hälfte des ersten Obergeschosses und des Dachgeschosses - also dass dort weiter Asylbewerber untergebracht werden können - zu. (khr)

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