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Stefan Menzel zieht in das Fahrenzhauser Pfarrhaus.

Neuer Pfarrer im Pfarrverband Jarzt-Fahrenzhausen-Haimhausen

Stefan Menzel fühlt sich nicht fremd

Haimhausen - Stefan Menzel heißt der neue Pfarrer, der ab September den Pfarrverband Jarzt-Fahrenzhausen-Haimhausen übernimmt. Doch der „Neue“ ist im Landkreis eigentlich fast ein alter Bekannter.

Mit Pfarrer Stefan Menzel wird der Pfarrverband Jarzt-Fahrenzhausen-Haimhausen nach der Versetzung von Pfarrer Christoph Rudolph im vergangenen Jahr ab 1.September 2016 wieder einen gemeinsamen Pfarrer haben. Der 49-jährige Seelsorger ist seit 15 Jahren im Pfarrverband Hallbergmoos-Goldach tätig und soll in der letzten Augustwoche in das Pfarrhaus nach Fahrenzhausen umziehen. 

„Der Wechsel in eine andere Pfarrei nach einigen Dienstjahren ist von der Diözese gewünscht, und für mich persönlich ist auch die Zeit für einen Wechsel gekommen“, begründet Stefan Menzel seinen Weggang aus Hallbergmoos. Ein wenig wehmütig ist ihm zumute, wenn er an die vielen wunderbaren jungen Menschen in seinem jetzigen Wirkungskreis denkt, die ihn in seinen Gottesdiensten und Pfarreiaktivitäten unterstützen. Nun warten neue Erfahrungen und Veränderungen auf ihn.

 „Ich werde mir den neuen Pfarrverband erst einmal in Ruhe ansehen. Diese Zeit gebe ich mir“, nimmt er sich für seine ersten Wochen vor. Zunächst besucht er die Ministranten bei ihrem Ausflug Ende August zu einem Kennenlernen im Jugendhaus Josefstal am Schliersee. Sollte das Pfarrhaus in Fahrenzhausen bis zum 31. August wie geplant fertig renoviert sein, steht auch der Umzug bevor und anschließend die Vorstellungsgottesdienste am 17. und 18. September in Jarzt und in der Marienkirche in Haimhausen.

 Es gibt viel zu tun in den ersten beiden Wochen im September. Doch ganz fremd fühlt sich Pfarrer Stefan Menzel nicht. Bereits von 1996 bis 1999 war er als Kaplan in St. Jakob in Dachau und unterrichtete in dieser Zeit die Sechstklässler des Ignaz-Taschner-Gymnasiums im Fach Religion. Die Lehrtätigkeit am ITG war nach seinen Worten eine sehr gute Erfahrung, die er nicht missen möchte. Es folgte zwei Jahre als Kaplan in Milbertshofen in St. Lantpert, bevor er nach Hallbergmoos ging.

 Geboren wurde Stefan Menzel als Sohn eines Speditionskaufmanns in München. Mit seinem Bruder wuchs er gut behütet in Neuaubing auf. Der Grundschule folgte die Gymnasialzeit am Max-Planck-Gymnasium. Viel Zeit verbrachte er bei den Großeltern mütterlicherseits in Laim. Sie vermittelten dem Buben einen zwanglosen Glauben an Gott. Auch sein Heimatpfarrer unterstützte seinen Berufswunsch. Als Kind spielte er gerne mal Pfarrer, der kleine Bruder musste dann sein Ministrant sein. „Ich habe vom Taschengeld Oblatten gekauft, die mein Bruder gerne gegessen hat. Deshalb hat er vermutlich mitgespielt.“ Er selbst war in der Heimatpfarrei immer nur Notfallministrant. „Ich habe die Schichten übernommen, die keiner wollte.“ 

Aber nicht nur die Theologie, auch Jura oder die Kriminalpolizeiliche Ausbildung interessierte ihn. Deshalb gönnte er sich ein Jahr Zivildienst in St. Josef in Karlsfeld zur Entscheidungsfindung. Damals lernte er schon Pastoralreferent Bernhard Skrabal kennen, mit dem er jetzt in Haimhausen zusammenarbeiten wird. 

Noch während seines Theologiestudiums haderte sein atheistischer Vater mit der Entscheidung des Sohnes. Doch das schönste Geschenk erhielt Pfarrer Stefan Menzel zu seinem 23. Geburtstag, als ihm der Vater eine Glückwunschkarte mit sehr persönlichen Worten überreichte. Darauf schrieb er an den Sohn, dass dieser den für sich richtigen Lebensweg sicher gefunden habe. „Mit Lob war mein Vater sparsam. Deshalb waren seine Worte von unschätzbarem Wert für mich.“ 

Seinen eingeschlagenen Lebensweg wird der engagierte Theologie nun ab September in seinem neuen Wirkungskreis weitergehen

Siglinde Haaf

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