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Die Dachauer Sparkasse könnte mit den Instituten aus Fürstenfeldbruck und Landsberg-Dießen fusionieren. Die Folgen aus dem Zusammenschluss sind noch unklar.

Nach Infoveranstaltung

Das halten die Träger von der geplanten Sparkassen-Fusion

Die Fusion der Dachauer Sparkasse mit den Instituten aus Fürstenfeldbruck und Landsberg-Dießen ist umstritten. Das denken die Träger der Sparkasse darüber.

Dachau – Die Mandatsträger der Kommunalparlamente, die die Sparkasse Dachau tragen, wurden über die Chancen einer Fusion der Dachauer Sparkasse mit den Instituten aus Fürstenfeldbruck und Landsberg-Dießen informiert (wir berichteten). 

Wie stehen die Vertreter der Träger der Sparkasse Dachau momentan zu der geplanten Fusion? Die Dachauer Nachrichten haben sich umgehört.

Träger sind der Landkreis Dachau, die Stadt Dachau und die Gemeinden Altomünster und Markt Indersdorf. Für Landrat Stefan Löwl (CSU) ist die Entscheidung über eine Fusion „keine parteipolitische Frage“. Er sieht bei einer Fusion vor allem Potenziale für die Zukunft: „Wir bleiben so groß, dass wir noch Sparkasse sind, aber wir werden so groß, dass wir für unsere Kunden alles machen können!“

Hartmann: „Zu früh, um sich für oder gegen eine Fusion festzulegen“

Dachaus Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD) sieht nach der Veranstaltung bereits viele Punkte geklärt. Jedoch sei es noch zu früh, sich endgültig für oder gegen eine Fusion festzulegen. Die Aufteilung der Gewerbesteuer sei ein zentrales Thema, das noch weiterverhandelt werden müsse. Dazu lägen noch nicht alle Informationen vor. 

Jedoch dürfe man das Thema Gewerbesteuer auch nicht überbewerten, so Hartmann. Man müsse sich die wirtschaftliche Situation anschauen, wenn die Sparkasse Dachau alleine weitermachen würde. 

Dazu komme die besondere Aufgabe der Sparkassen, die Bevölkerung und Unternehmen mit Krediten zu versorgen. Hartmann gibt der Fusion dann „eine Chance“, wenn die angedachten Vereinbarungen umgesetzt werden.

Für Kai Kühnel, zweiter Bürgermeister der Stadt Dachau, hat die Informationsveranstaltung „einige Zweifel ausgeräumt, aber dafür sind neue entstanden“. Seine Fraktion, das Bündnis für Dachau, werde die zukünftige Entwicklung der Verhandlungen „intensiv weiterverfolgen“.

Gampenrieder: „Ein Fortschritt, dass Entscheidungen nicht einfach durchgeboxt werden“

Dr. Peter Gampenrieder, Stadtrat der Dachauer ÜB, sieht es als Fortschritt, dass Entscheidungen nicht einfach durchgeboxt werden, sondern dass Mandatsträger informiert werden und Sachverhalte diskutiert werden. Jedoch seien nicht alle Fragen, die gestellt wurden, beantwortet worden.

Obesser geht fest davon aus, dass die Sparkasse in Indersdorfer bleibt

Franz Obesser, Bürgermeister der Gemeinde Markt Indersdorf, sieht die Informationsveranstaltung als erste ihrer Art. Weitere Informationen werden fließen. Dann werden die Gremien offen und neutral über eine mögliche Fusion entscheiden. Obesser geht fest davon aus, dass die Geschäftsstelle der Sparkasse in Indersdorf auch in Zukunft existieren werde. Ihm ist es wichtig, dass die Marktgemeinde als Träger der Sparkasse weiter sichtbar sei und sich die Sparkasse auch künftig für die Bürgerstiftung und die Vereine engagieren werde.

Für den Gemeinderat der Marktgemeinde Altomünster sei die Sparkassenfusion noch kein Thema, so Bürgermeister Anton Kerle (CSU). Die Sparkassen müssten erst ihre Hausaufgaben machen und ein Konzept vorstellen, mit dem sich die Gemeinde dann befassen werde. Das Thema Gewerbesteuer sei für Altomünster nicht kritisch.

Von Bernhard Hirsch

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