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Konnte er sich nicht entgehen lassen: Dreharbeiten in seiner Heimatstadt. Hans-Jürgen Bäumler ist in diesen Tagen in Dachau. 

Interview mit dem Schauspieler aus Dachau

Hans-Jürgen Bäumler ist wieder dahoam

Eislaufstar, Sänger, Moderator und Schauspieler  Hans-Jürgen Bäumler kommt für Dreharbeiten  für die erfolgreiche BR-Serie „Dahoam is Dahoam“ zurück in seine Heimatstadt Dachau.

Dachau - Hans-Jürgen Bäumler, 75, ist in seine Heimatstadt Dachau zurückgekehrt. Zu Dreharbeiten für „Dahoam is Dahoam“. In einem Interview verrät der Eislaufstar, Sänger, Moderator und Schauspieler Details seiner Gastrolle in der BR-Serie. Und: Warum er in Zukunft keine Engagements am Theater mehr annehmen möchte.


-Herr Bäumler, Sie leben seit 30 Jahren in Südfrankreich, kehren aber regelmäßig nach Deutschland zurück. Bis zum Sommer haben Sie – äußerst erfolgreich – an der Seite von Horst Janson und Christian Wolff in München Theater gespielt: in der Komödie „Kerle im Herbst“...

Das war die letzte Theaterrolle, die ich angenommen habe. Ich habe so vielen Menschen mit meinen Auftritten eine Freude gemacht. Jetzt mache ich mir selbst eine Freude: Ich werde zum ersten Mal in meinem leben zwölf Monate am Stück zu Hause sein (Anm.d.Red.: Bäumler wohnt in der Nähe von Cannes).

-Und wenn ein Angebot kommt, wo Stück, Rolle und Schauspielpartner stimmen?

Bedenken Sie: Für ein Theaterstück bin ich drei Monate weg, wenn es schlecht läuft, und wenn es gut läuft, ist ein Jahr schnell rum. Filmarbeiten dauern auch nur mal acht oder 14 Tage.

-Im Falle von „Dahoam is Dahoam“ sogar nur einen Tag. Wie kam es zur Zusammenarbeit mit dem BR?

Sie haben bei meiner Agentur einfach angefragt. Komischerweise habe ich bislang wenig für den BR gemacht.

-Wie haben Sie reagiert, als das Angebot kam?

Jetzt drehe ich hier in meiner Heimatstadt. Ich habe gedacht: Das kann ich mir nicht entgehen lassen. Das Geld hat dabei überhaupt keine Rolle gespielt. Außerdem treffe ich meine Kollegin Monika John wieder, mit der ich 1970 den Film „Hurra, unsere Eltern sind nicht da“ gedreht habe. Lustig ist, dass ich mir das Bayerisch, das ich mir mühevoll abgewöhnt habe, wieder angewöhnen muss.

-Können Sie schon etwas über Ihre Rolle verraten?

Ich spiele einen Charmeur mit Namen Schorsch und schwärme mal für die Traudl (Monika John) und mal für die Theresa (Ursula Erber). Ich bin aber nur in zwei Folgen zu sehen. Aber sollte ich beim Publikum ankommen, kann man mich jederzeit wieder reinschreiben. Gesendet werden die Folgen irgendwann im März.

-Es ist also so: Für Fernsehrollen sind Sie nach wie vor zu haben...

Ja, klar. Aber: Ich habe das große Glück gehabt, dass alles, was ich gemacht habe, erfolgreich war. Es kann also nicht besser werden als es in der Vergangenheit.

-Darum wollen Sie sich mehr Zeit für ihre Frau Marina, die beiden Söhne und ihre vier noch kleinen Enkelkinder nehmen.

Meine Frau hat oft und lange auf mich verzichten müssen. Jetzt möchte ich viel mehr Zeit mit ihr verbringen. Und ich habe zuletzt in „Kerle im Herbst“ einen Opa gespielt, jetzt will ich einfach Opa sein.

-Zurückblickend auf ihren Beruf als Schauspieler, gibt es jemanden, mit dem Sie besonders gern gespielt haben?

Das ist schwer zu sagen. Beeindruckt haben mich viele amerikanische Schauspieler. Ich war einmal in einer Talkshow in den USA eingeladen. Auch der große Dean Martin war da. Wir haben ewig warten müssen, bis wir dran waren. Da habe ich ihn gefragt, ob ihm das nichts ausmacht. Er ist ganz ruhig geblieben und hat nur gesagt: „I get paid for this“ („Ich werde dafür bezahlt“).

-So ruhig wie Dean Martin damals wirken Sie jetzt auch...

Wissen Sie, ich habe zwei Leben leben dürfen, das als Sportler, und das als Schauspieler. Ich hätte mir das niemals träumen lassen.

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