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Das Zamperl-Halten in Karlsfeld wird teurer

Gemeinderat Karlsfeld

Hundesteuer wird um 20 Euro erhöht

Karlsfeld -  Die Hundesteuer in der Gemeinde Karlsfeld steigt: von 40 auf 60 Euro jährlich. Ab dem 1. April kommen auf Hundehalter aber noch einige Änderungen mehr zu.

Die Gemeinde Karlsfeld hebt ihre Hundesteuer zum 1. April von 40 auf 60 Euro an. Das hat der Hauptausschuss des Gemeinderats am Dienstagabend mehrheitlich entschieden. Er folgte damit einem Antrag von Bündnis-Gemeinderat Adrian Heim. Durch die Erhöhung nimmt Karlsfeld pro Jahr rund 41 600 Euro ein. Das sind knapp 14 000 Euro mehr als bisher.

Dass eine Neufassung der seit 2004 geltenden Hundesteuersatzung nötig sei, war im Ausschuss unstrittig. Um welchen Betrag die Steuer erhöht werden sollte, wurde jedoch eifrig diskutiert. „Die Kosten für einen Hund allein wegen des Futters sind enorm“, sagte Dr. Andreas Froschmayer. „60 Euro sind also vertretbar.“

Sein Fraktionskollege Wolfgang Offenbeck hingegen sprach sich für eine Erhöhung von nur zehn Euro auf 50 Euro jährlich aus. „Die Hundesteuer ist eine Steuer, die wir erheben, weil wir es können, der Beitrag ist also willkürlich.“ Zudem gebe es keine Ausgaben auf Gemeindeseite, die man mit der Steuereinnahme gegenrechnen könne. 50 Euro seien der allgemeinen Teuerung seit 2004 angemessen.

Adrian Heim widersprach. „Allein durch unsere Abgabe ans Tierheim und den Aufwand mit den Hundetoiletten haben wie Ausgaben, die sich hier durchaus gegenrechnen lassen.“

Heim traf auch mit seinem Vorschlag auf Zustimmung, die Steuer für ein Jahr nicht einzufordern, wenn der Halter einen Hund aus dem Dachauer Tierheim nimmt. Das sei ein „kleines Zeichen“, so Bürgermeister Stefan Kolbe, dass Karlsfeld das Tierheim unterstütze.

Die neue Satzung bringt für Hundehalter noch einige weitere Änderungen mit sich. Neu ist, dass bei der Anmeldung des Hundes eine Gebühr von 10 Euro verlangt wird. Die Abmeldung ist kostenfrei. Sollte der Hund jedoch ohne Rückgabe der Steuermarke abgemeldet werden, werden 30 Euro fällig. Die Steuermarke ist Eigentum der Gemeinde. Wer sie verliert, muss 10 Euro zahlen.

Ebenfalls neu: Außerhalb des Grundstücks muss der Hund die Steuermarke deutlich sichtbar tragen. Außerdem kann die Gemeinde Verletzungen der Satzungspflicht jetzt ahnden, etwa mit einem Bußgeld.

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