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Die ärztliche Versorgung in Hebertshausen soll mit dem Bau eines Ärztehauses langfristig gesichert werden. 

Gemeinderat entscheidet sich für Standort an der Krautgartenstraße

Ärztehaus: Hebertshausen gibt Gas

Um die ärztliche Versorgung in der Gemeinde Hebertshausen zu sichern, hat jetzt der Gemeinderat bei einer Gegenstimme beschlossen, das geplante Ärztehaus an der Krautgartenstraße zu bauen. Das dafür vorgesehene Grundstück ist bereits im Eigentum der Gemeinde, allerdings im Außenbereich. Für die Verwirklichung des Ärztehauses und einer Wohnbebauung ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes erforderlich.

Der Geltungsbereich ist westlich begrenzt durch die Krautgartenstraße, nördlich durch die bestehende Bebauung, östlich und südlich schließt sich freies Feld an.

Wie Bürgermeister Richard Reischl erklärte, werden für das Gebiet folgende Planungsziele angestrebt: Baulandausweisung für Wohnnutzung in zentraler Lage und Unterbringung von ärztlichen Dienstleistungen zur Sicherung der medizinischen Daseinsvorsorge. Der Geltungsbereich ist im rechtskräftigen Flächennutzungsplan als Mischgebiet ausgewiesen. Das soll auch so bleiben. Nach einer Besprechung mit dem Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München wird daher an der Festsetzung im Flächennutzungsplan festgehalten, eine Änderung ist unnötig.

Die Neuausrichtung war nötig, da der ursprüngliche Standort für ein Ärztehaus an der alten Dorfstraße ad acta gelegt werden musste – der private Investor hat sich kurzfristig anders entschieden. Der ebenfalls ins Auge gefasste Standort für das Ärztehaus, die „Alte Holzschleiferei“, ist auch aus dem Rennen. Für den Standort „Krautgartenstraße“ war mit entscheidend, dass zügig Baurecht geschaffen werden kann, während ein Ärztehaus auf dem Gelände der „Alten Holzschleiferei“ nicht vor 2026 bezugsfertig geworden wäre. „Solange wird kein Arzt bei der Stange bleiben“, betonte Bürgermeister Richard Reischl (CSU).

Es gibt nämlich schon konkrete Zusagen eines Apothekers, eines Physiotherapeuten-Teams, und auch Ärzte haben Interesse bekundet.

In der Diskussion meinte Gemeinderat Martin Gasteiger (FBB), dass er den Standort „Alte Holzschleiferei“ zwar für geeigneter halte. „Aber wir müssen zeitnah agieren.“ Sollte sich die Situation in zehn Jahren ändern, könne man immer noch aus einem Ärztehaus an der Krautgartenstraße ein Wohngebäude machen und anderswo ein medizinisches Zentrum errichten. Das fand auch Jürgen Schreier (FBB): „Der Zeitdruck lässt sich nicht wegdiskutieren“. „Mit dem ursprünglich geplanten Standort Alte Dorfstraße haben wir schon die Erwartungshaltung geweckt, jetzt müssen wir rasch handeln“, sagte Stefan Ruhsam (CSU).

In einem Ärztehaus an der Krautgartenstraße ist ein drei- oder viergeschossiger Bau mit Apotheke und Praxen geplant. Entstehen sollen auch ein Café und Wohnungen in den oberen Etagen. Mit der Planung befasst sich Architekt Christian Rabl. In der Februar-Sitzung des Gemeinderats sollen erste konkrete Planungen vorliegen. Die Parkplatzfrage muss noch geklärt werden. Möglich wären oberirdische Parkplätze mit angebautem Parkdeck oder eine Tiefgarage, die allerdings schon etwas mehr Geld verschlingen würde. Klaus Rabl

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