Diese Gefahrenstelle mitten in Ampermoching soll jetzt entschärft werden: die Kreuzung Dachauer/Haimhauser Straße mit den beiden gegenüberliegenden Schulbus-Haltestellen.
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Diese Gefahrenstelle mitten in Ampermoching soll jetzt entschärft werden: die Kreuzung Dachauer/Haimhauser Straße mit den beiden gegenüberliegenden Schulbus-Haltestellen.

Kreuzung der Dachauer Straße mit Bamergasse: Untersuchung im Gemeinderat vorgestellt

Ampel soll Gefahrenstelle in Ampermoching entschärfen

  • Petra Schafflik
    VonPetra Schafflik
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Die Kreuzung der Dachauer-/Haimhauser Straße mit der versetzten Einmündung der Bamergasse mitten in Ampermoching ist schon lange als Gefahrenstelle bekannt (wir berichteten). Kritisch ist die Situation vor allem für die 160 Mädchen und Buben, die auf dem Weg zur Schulbus-Haltestelle dort täglich eine oder gleich mehrere Fahrbahnen queren müssen.

Allerdings: Weil sich hier Staats- und Kreisstraße kreuzen, kann Hebertshausen nicht selbst aktiv werden, vielmehr sind Freistaat und Landkreis für Verbesserungen zuständig. Durch intensive Bemühungen der Gemeinde kommt nun Bewegung in die Sache: Die Unfallkommission hat eine Begehung durchgeführt und Handlungsbedarf angemahnt.

Zudem sei ein Übereinkommen mit den zuständigen Straßenbaulastträgern erzielt worden, erklärte Bürgermeister Richard Reischl (CSU) im Gemeinderat. „Wir zahlen die Verkehrsuntersuchung, Freistaat und Landkreis dann den Umbau.“

Die Ergebnisse dieser Verkehrsuntersuchung liegen bereits vor, Experte Tobias Kölbl vom Verkehrsbüro Gevas erläuterte sie jetzt den Gemeinderäten. Das Fazit: „Die Kapazität des Verkehrsknotens reicht aktuell nicht aus, und die Situation für Fußgänger ist alles andere als optimal.“ Kölbl empfahl kurzfristig eine provisorische Fußgängerampel auf Höhe der Südenstraße zu installieren. Auf lange Sicht solle die Kreuzung umgebaut werden, zu einem „vollsignalisierten Knotenpunkt“.

Ein Kreisverkehr hätte dagegen einen enorm großen Platzbedarf und wäre nicht in die vorhandene Bebauung integrierbar, so Experte Kölbl. Die Kreuzung ist im Berufsverkehr stark befahren, die Verkehrszählung ergab über 1000 Fahrzeuge in der sogenannten „Spitzenstunde“, also dem morgendlichen und abendlichen Berufsverkehr.   

Besonders kritisch ist die Situation, weil aus beiden Richtungen viele Fahrzeuge in die Haimhauser Straße abbiegen – einem Schleichweg zur Bundesstraße 471 – und von dort auch Linksabbieger in die Dachauer Straße einfahren. Zudem, so der Verkehrsfachmann, werde aus der lang gezogenen Kurve auf Höhe der Bäckerei heraus „zu schnell gefahren“. Richtung Norden wiederum verengt sich die Fahrbahn, „dort ist schlechte Sicht“. Und in der Haimhauser Straße gleicht der Gehweg streckenweise einer schmalen Furt.

In dieser Situation müssen sich täglich zahlreiche Schulkinder auf dem Weg zum Bus zurechtfinden, wie auch Eltern, die ihre Mädchen und Buben zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Kita an der Bamergasse bringen. Die vorhandene Fußgängerampel, die einzige gesicherte Querung in ganz Ampermoching, liegt nördlich der Kreuzung und damit für viele quasi auf der falschen Seite. „Viele queren daher die Dachauer Straße, das ist einfacher“, so der Experte.

Die Gemeinderäte mussten nicht groß überzeugt werden. „Das ist einer der schwierigsten Punkte in der Gemeinde“, bestätigte Martin Gasteiger (FBB). Zum Kreuzungsumbau sage er langfristig ja, aber „mit der provisorischen Ampel bin ich nicht einverstanden, die erreicht kaum Leute“, sagte Florian Zigldrum (CSU). Wo kein Angebot, werde auch nicht gequert, entgegnete Experte Kölbl.

Eine Ampel an der Haimhauser Straße wäre sinnvoller, meinte Stefan Götz (CSU). Das will Kölbl prüfen, aber dort fehlten Aufstellflächen für wartende Fußgänger, gab er zu bedenken.

Nun wird die Studie demnächst dem staatlichen Bauamt und dem Landkreis präsentiert. Danach gilt es, über die nächsten Schritte zu entscheiden.

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