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In Festtagstracht präsentierten sich die Hebertshauser Burschen und Mädchen vor der Jubiläumsfeier. F

115 Jahre Burschen- und Mädchenverein

In Hebertshausen wird vier Tage lang gefeiert

Seit nun 115 Jahren gibt es den Katholischen Burschen- und Mädchenverein Hebertshausen. Anlässlich des Jubiläums veranstaltet der Verein von Donnerstag, 19., bis Sonntag, 22. Juli, ein großes viertägiges Fest.

Von Klaus Rabl

Hebertshausen – Vorsitzender Philipp Winkler und die Mitglieder haben keine Kosten und Mühen gescheut um dem Fest einen würdigen Rahmen zu geben. Für vier Tage stellten sie ein breites Festprogramm auf die Beine. Die Patenschaft für das Gründungsfest übernahmen die Burschen aus Bergkirchen. Als Schirmherr ist natürlich Bürgermeister Richard Reischl mit dabei und als Festmutter konnte Gabi Böswirth gewonnen werden.

Die Geschichte des heutigen Katholischen Burschen- und Mädchenvereins Hebertshausen e.V. begann am 7. November 1903, als dieser als „Burschen- und Krankenunterstützungsverein“ durch Jakob Holzlechner, dem damaligen Pfarrer der Pfarrei, ins Leben gerufen wurde.

Die erste Vereinsfahne wurde im Mai 1908 durch Pfarrer Josef Dräxlmair geweiht. 1933 schlief der Verein ein und löste sich 1936 auf, da die Burschen zum Arbeitsdienst einberufen wurden. 1939 verschwand er ganz von der Bildfläche. Als Grund war wohl das staatliche Verbot der Nationalsozialisten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Burschenvereine der katholischen Landjugend einverleibt.

Im Jahr 1957 lebte in Hebertshausen die Idee eines Burschenvereins wieder auf und so wurde der Verein wieder gegründet. Vorsitzender war Anton Hefele. Der Gasthof Herzog diente als Treffpunkt. Theatervorstellungen, Volkstanz und Seminare waren fester Bestandteil des Vereinslebens. Leider wurde der Verein 1963 mangels Aktivitäten erneut aufgelöst. Es dauerte bis 1984, dass Hubert Scholz jun. den Burschenverein wieder neu gründete.

Das Amt des Vorsitzenden übernahm Johannn Riedmair.

Im Rahmen der 1200-Jahrfeier der Gemeinde Hebertshausen am 16. Juni 1985 wurde eine neue Fahne durch Pfarrer Klemens Gumpendobler geweiht. Sie wird auch heute noch bei Veranstaltungen durch die Fahnenabordnung getragen. Leider schwand um 1995 das Interesse bei den jüngeren Hebertshauser Burschen für den Verein erneut und so wurde die neue Fahne für einige Jahre beim „Hansbauer“ eingelagert. Erst im Jahr 2009 kam in der Dachauer Kneipe „Niagara“ der Gedanke auf, dass man den Burschenverein wieder ins Leben rufen könnte.

Dieser sollte aber ein Burschen- und Mädchenverein sein. Katharina Riedmair übernahm den Vorsitz. Im Jahr 2012 erfolgte die Eintragung in das Vereinsregister und der Namenszusatz e.V. Heute kann der Verein in Sachen Brauchtumspflege vieles bieten. Die Burschen und Mädchen organisieren Veranstaltungen wie das Judasfeuer, helfen in Zusammenarbeit mit dem Maibaumverein und der Feuerwehr beim Maibaumaufstellen und organisieren seit kurzem wieder einen Faschingswagen für die Hebertshauser Dorfjugend. Ebenso stellt der Verein wieder das ehemalige Sommernachtsfest als „Woidparty“ jedes Jahr auf die Beine.

Im Rahmen des Jubiläums ist jetzt eine Festschrift entstanden. Sie ist während der Feierlichkeiten erhältlich. Den ersten Höhepunkt der Feierlichkeiten gibt es bereits am Donnerstagabend mit dem Besuch des Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder im großen Festzelt auf dem Schulsportgelände um 20 Uhr. Einlass ist um 18 Uhr. Begrüßung und Bieranstich durch den Bürgermeister Richard Reischl ist um 19 Uhr. Es spielt die Festkapelle, die Blaskapelle Schönbrunn.

Am Freitag ab 20 Uhr steigt eine „Zoidparty“ mit DJ Staub Sepp, am Samstagabend kommt der Kabarettist Chris Boettcher um 20 Uhr ins Zelt. Eintrit: 23 Euro. Die Bar öffnet um 23 Uhr.

Der Festsonntag beginnt mit dem Weckruf um 6 Uhr. Der Empfang der Vereine erfolgt um 8 Uhr. Der Festgottesdienst im Festzelt beginnt um 10 Uhr. Ab 13.30 Uhr erfolgt die Aufstellung zum Festumzug beim Schulsportgelände. Abmarsch durch den Ort ist um 14 Uhr. Anschließend folgt ein feuchtfröhlicher Abend im Festzelt mit der Partyband Pitch Black. Für Parkplätze rund um den Festplatz ist gesorgt.

Nun freuen sich die Burschen und Mädchen auf viele Besucher, denn schließlich sollen die viele Arbeit mit den Festvorbereitungen sowie die finanziellen Vorausleistungen nicht umsonst gewesen sein. Aber das will sich keiner der Burschen und Mädchen vorstellen, sondern sie rechnen mit einem tollen Fest.

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