Endlich wieder Veranstaltungen: Kassiererin Martina Maurer, Vorsitzende Gabriele Michal, Schriftführerin Barbara Grabher-Meier und Pfarrer Monsignore Michael Bartmann (von rechts) bei der Jahresversammlung.
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Endlich wieder Veranstaltungen: Kassiererin Martina Maurer, Vorsitzende Gabriele Michal, Schriftführerin Barbara Grabher-Meier und Pfarrer Monsignore Michael Bartmann (von rechts) bei der Jahresversammlung.

Katholischer Frauenbund Hebertshausen

Beitragserhöhung sorgt für großen Unmut

Eine geplante Beitragserhöhung hat auf der Jahresversammlung des Katholischen Frauenbundes Hebertshausen bei den Mitgliedern für Unmut gesorgt. Die Kritik richtete sich gegen den Diözesanverband, der den Jahresobulus um saftige 56 Prozent nach oben schraubte.

VON KLAUS RABL

Hebertshausen – Nach dem Gottesdienst in der Pfarrkirche mit Pfarrer Monsignore Michael Bartmann, der von Stefan Sedlmair auf der Orgel begleitet wurde, haben sich die Mitglieder der Katholischen Frauengemeinschaft Hebertshausen im Pfarrheim zur Jahresversammlung getroffen. Die Veranstaltung sollte eigentlich bereits im Frühjahr stattfinden, doch wegen Corona war sie verschoben worden.

Ein leidiges Thema war die vom Diözesanverband München und Freising angekündigte Beitragserhöhung. Die Nachricht, den jährlichen Beitrag für die Mitglieder von derzeit 24 Euro im nächsten Jahr auf 37,20 Euro, sprich um rund 56 Prozent, zu erhöhen, sorgte für Unmut. Gespräche mit und Proteste gegen den Diözesanverband halfen nichts. „Der Verband blieb hart“, erklärte die Vorsitzende Gabriele Michal. Begründet wurde die Erhöhung damit, dass die Mieten gestiegen seien und Arbeitsplätze gesichert werden müssten.

Die Vorsitzende stellte den Mitgliedern frei, ob sie trotz der saftigen Beitragserhöhung bei der Kfd bleiben wollen. „Jeder muss seine eigene Entscheidung treffen. Ich würde mich freuen, wenn keine Austritte erfolgen“, so Michal.

Auch der Pfarrverbandsvorsitzende Pfarrer Monsignore Michael Bartmann meldete sich zur Beitragserhöhung zu Wort. Er findet die Art und Weise, wie sie verkündet wurde, „nicht ganz so glücklich“.

Die Vorsitzende Gabriele Michal meinte, dass Corona die Leute „immer noch im Griff hat“. So gab es fast keine Veranstaltungen in den vergangenen Monaten – und keine Einnahmen. Heuer jedoch sollen eventuell wieder ein Adventsbasar und eine Adventsfeier stattfinden, soweit dies möglich ist. Lediglich ein Ausflug in die Dachauer Schranne war vor kurzem möglich (wir berichteten). Die Teilnahme war laut Michal erfreulich. Michal: „Endlich konnte wieder einmal ausführlich geratscht werden.“ Wie Gabriele Michal weiter ausführte, soll am 25. September eine Wanderung um den Wörthsee stattfinden. Voraussetzungen: Ein Zug fährt, und Corona macht nicht schon wieder einen Strich durch die Rechnung.

Im kommenden Frühjahr stehen bei der Jahresversammlung Neuwahlen an. Es gelte, sich jetzt schon darüber Gedanken zu machen, wer sich zur Wahl in den Vorstand stelle, so Michal.

Für Schriftführerin Barbara Grabher-Meier gab es nicht viel zu berichten: „Keine Veranstaltungen, keine Berichte!“ Auch Kassiererin Martina Maurer hatte nicht viel zu sagen: Es gab keine Einnahmen außer den Mitgliedsbeiträgen 2020 und 2021. Für den Verein Lichtblick spendete die Kfd trotzdem 250 Euro. Von der Gemeinde kamen Fördermittel in Höhe von 200 Euro. „Wir haben aber noch Reserven. Aber es wäre schön, wenn bald wieder Normalität herrschen würde“, so Maurer.

Die Kfd überlegt, künftige Veranstaltungen in den Sommer und dann ins Freie zu verlegen. Damit könnten die Corona-Vorschriften umgangen werden, stellte Grabher-Meier in den Raum.

Pfarrer Monsignore Michael Bartmann bedankte sich mit einem Vergelt’s Gott bei den Mitgliedern der Kfd für die „gute Zusammenarbeit und das nette Miteinander“. Er bedankte sich außerdem für das Verständnis für die geltenden Coronavorschriften. „Ich bin stolz, dass wir durch die Corona-Zeit gut durchgekommen sind.“ Er hofft in Bälde auf mehr Lockerungen. Für Hebertshausen ist die Besuchereinschränkung kein Thema, da die Pfarrkirche groß genug ist und trotz Corona jeder einen Platz findet. „Von einer Überfüllung kann keine Rede sein.“

Im Pfarrverband gibt es mit Christian Ulbrich einen neuen Mitarbeiter. Er trat den Pastoralkurs im Pfarrverband an. In etwa zwei Jahren wird er dann zum Priester geweiht. Pfarrer Bartmann hofft, dass die Nachwuchsförderung stärker in den Fokus gestellt wird. Bedenklich findet er, dass die Kirchenaustritte auch im Pfarrverband mehr werden. „Aber wir wollen positiv in die Zukunft schauen, solange es Frauen gibt wie Sie. Danke, dass Sie sich so engagieren.“

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