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50 Eichen: Doro Greifenstein von der Montessorischule, Revierleiterin Lisa Schubert und Bürgermeister Richard Reischl (v.l.) mit den Schülern beim Bäumepflanzen.  

Jugendliche betreuen Hebertshauser Gemeindewald

Montessorischüler engagieren sich bei „Mondays for Future“

Die einen demonstrieren noch, die anderen handeln schon. Seit vergangenem Herbst ist jeden Montag eine Klasse der Montessorischule Dachau unter der Leitung von Doro Greifenstein im Gemeindewald Hebertshausen und führt dabei wichtige Tätigkeiten aus.

Zusammen mit Försterin und Revierleiterin Lisa Schubert haben die Schüler bei ihren „Mondays for Future“ bereits mit Kompass und Sprühfarbe Rückegassen angelegt und diese freigeschnitten, sodass das Jungholz begehbar ist. „Gerade in Zeiten von ,Fridays for Future’ weckt das in den Kindern einen gewissen Stolz, wenn sie selbst mit Hand anlegen dürfen, anstatt immer nur darüber zu sprechen“, so Lisa Schubert.

50 Eichen wurden von den Schülern bislang gepflanzt. Zusätzlich wurden nicht mehr benötigte Wuchshüllen an einer anderen Fläche abgebaut und wiederverwendet, um die jungen Eichen vor dem Verbiss von Rehen und Hasen zu schützen. Die Schüler luden Bürgermeister Richard Reischl zum Helfen ein. Der ließ sich nicht zweimal bitten und pflanzte den Baum des Jahres: eine Flatterulme.

Für Lisa Schubert ist das Projekt genauso wichtig wie für die Jugendlichen. „Menschen, aber insbesondere Stadtkinder, müssen wieder den Bezug zur Urproduktion finden. Das bezieht sich nicht nur auf den Wald, sondern zum Beispiel auch auf den Kartoffelanbau.“ Die Aktion sei aber gut bei den Schülern angekommen.

Fichtenreinbestände galten in der Vergangenheit aufgrund ihrer schnellen Holzproduktion als erstrebenswert. Zunehmende Sommertrockenheit, die steigende Borkenkäfergefahr oder Stürme setzten den Fichtenreinbeständen in den vergangenen Jahren aber immer stärker zu. Viele Waldbesitzer, so Schubert, hätten längst erkannt, dass ein gesunder Mischwald aus vielen verschiedenen Baumarten wegweisend ist – auch die Gemeinde Hebertshausen.

Lisa Schubert berät die Gemeinde bezüglich der Baumartenwahl und Maßnahmenplanung. Auf verschiedenen Flächen der Gemeinde werden unter anderem Eichen und Winterlinden entlang des Ammer-Amper-Radweges gepflanzt. Zusätzlich gibt es arten-reiche Waldränder mit Flatterulmen, Schneeball und Pfaffenhütchen. Wie Bürgermeister Richard Reischl erklärt, wachsen inzwischen weit über 20 verschiedene Baumarten in den Wäldern der Gemeinde.

Ein perfekter Mischwald bereichert laut Försterin Schubert die Pflanzen- und Tierwelt, sorgt für eine bessere Wasserspeicherung im Boden, verringert die Anfälligkeit gegenüber Schadensereignissen und sorgt für langfristige Einnahmen aus dem Holzverkauf.

Am Waldumbau interessierte Waldbesitzer können sich gerne an die Lisa Schubert unter Telefon 0 81 36/ 89 32 53 wenden und einen kostenfreien Beratungstermin vereinbaren. Klaus Rabl/Leyla Yildiz

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