Links stehen Feuerwehrleute, in der Mitte ein Pfarrer, rechts ein Feuwehrfahrzeug
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Feierliche Fahrzeugweihe: Pfarrer Benjamin Gnan, Bürgermeister Richard Reischl (M.) und die Feuerwehrleute.

Neues Einsatzfahrzeug TSF-W

Feierliche Fahrzeugweihe der Feuerwehr: Zeitgemäße Ausrüstung - Damit Prittlbach ruhig schlafen kann

Die Feuerwehr Prittlbach hat ein neues Einsatzfahrzeug bekommen. Pfarrer Benjamin Gnan hat das Gefährt geweiht. Auch Bürgermeister Richard Reischl war anwesend.

Prittlbach – Das neue Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Prittlbach ist seit einigen Tagen einsatzbereit. Das Fahrzeug trägt die Bezeichnung TSF-W (Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser) auf einem MAN-Fahrgestell. Den Aufbau hatte die Firma Brunner und Ammer in Landau an der Isar übernommen.

Wie es Tradition ist, muss das Fahrzeug geweiht werden. Diese Fahrzeugweihe fand nun im Rahmen eines Gottesdienstes in der Filialkirche St. Kastulus mit anschließender Weihe durch Pfarrer Benjamin Gnan statt. Den Ministrantendienst übernahmen die Mädchen der Jugendfeuerwehr Prittlbach, natürlich wie alle Kameraden in schmucker Uniform.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt war, fanden nur noch wenige Besucher in der Kirche Platz. „Bewegte Tage gab es im politischen und kirch- lichen Bereich“, sagte Pfarrer Gnan und erinnerte an das Rücktrittsersuchen von Kardinal Reinhard Marx.

Gottes Segen und Gedenken an verstorbene Feuerwehrleute

Auch für die Feuerwehr Prittlbach waren es bewegte Tage, „denn man bekommt nicht alle Tage ein neues Einsatzfahrzeug“, betonte der Geistliche. Er bat um Gottes Segen bei allen Einsätzen der ehrenamtlichen Feuerwehrleute: „Möget Ihr alle gesund und unbeschadet von euren Einsätzen zurückkommen.“ Er gedachte auch der verstorbenen Feuerwehrkameraden. Die Fürbitten lasen die Mädchen der Jugendfeuerwehr. Auch sie wünschten unfallfreie Einsätze. Dabei wurden auch nicht die Familien vergessen, die ja immer dabei sind und um ihre dienstleistenden Söhne, Töchter und Väter bangen.

Der Pfarrer freute sich über die vielen jungen Mitglieder, insbesondere die Mädchen, die bei der Wehr dabei sind. „Sie alle tun etwas Gutes“, sagte der Pfarrer. „Sie tragen auch zur Dorfgemeinschaft bei“.

Nach dem feierlichen Gottesdienst ging es vor die Kirche, wo das neue blumengeschmückte Einsatzfahrzeug geparkt war. Hier versammelten sich alle Feuerwehrleute und Besucher sowie Bürgermeister Richard Reischl. Pfarrer Gnan segnete das Fahrzeug.

Bürgermeister Reischl: Ein weiterer Schritt, sicher in Prittlbach schlafen zu können

Bürgermeister Reischl nahm die Worte des Pfarrers über die bewegten Zeiten auf und erinnerte an einem Vorfall, bei dem die Feuerwehrleute unlängst einem Bürger zu Hilfe eilten, weil sie gerade zufällig vor Ort mit ihrem neuen Einsatzfahrzeug übten. Sie konnten so bei einem Herzinfarkt erfolgreich Erste Hilfe leisten.

Der Gemeindechef ist auch sonst froh über die Entscheidung des Gemeinderats, ein neues Einsatzfahrzeug für Prittlbach zu erwerben: „Und so hoffen wir, dass dieses Fahrzeug ein erster kleiner Schritt ist für die weitere Entwicklung des Ortsteils Prittlbach. Die weitere Entwicklung sehen wir gleich in unmittelbarer Nähe mit dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses samt Feuerwehrunterkunft und Räumlichkeiten für die örtlichen Vereine und eines kleinen Baugebietes“, sagte Reischl. „Ich glaube auch, dass dieses Fahrzeug bei euch in der Feuerwehrfamilie in guten Händen ist. Ich bitte euch, mit diesem Fahrzeug vorsichtig umzugehen. Es hat eine gewisse Wertigkeit, und ich wünsche euch natürlich auch, dass ihr stets von den Einsätzen unfallfrei zurückkommt. So hoffe ich jetzt, dass wir als Gemeinde wieder einen Schritt getan haben, dass man in Prittlbach sicher schlafen kann und der Überzeugung ist – es kann nichts passieren, denn wir haben eine gscheite Feuerwehr.“

Kommandant Michael Zimmermann bedankte sich bei Pfarrer Gnan für die Messe und beim Bürgermeister und den Gemeinderäten, die den Erwerb dieses Fahrzeugs möglich gemacht haben, „damit wir unsere Arbeit richtig und zeitgemäß machen können.“

Sein Dank galt auch allen Kameraden, die bei der Ausstattung ihren Beitrag geleistet haben. Eine kleine Brotzeit in Form einer deftigen Leberkässemmel samt Getränken gab es im Rohbau des künftigen Feuerwehrhauses.

Klaus Rabl

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