Wie ein Wolkenkratzer sieht der Kirchturm von St. Kastalus in Prittlbach aus, zumindest auf den ersten Blick.
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Wie ein Wolkenkratzer sieht der Kirchturm von St. Kastalus in Prittlbach aus, zumindest auf den ersten Blick.

Gotteshaus ist eingerüstet

Echt schlecht, Herr Specht: Turm der Prittlbacher Kirche muss saniert werden, weil Vögel das Dach beschädigt haben

Derzeit bietet die Filialkirche St. Kastulus in Prittlbach einen außergewöhnlichen Anblick: Der Turm der Kirche ist bis zur Spitze voll eingerüstet. Eine Sanierung steht bevor. Eine Sanierung, weil Spechte im Laufe der Jahre Tausende Löcher in die Holzschindeln des Daches gehackt haben. Die Folge: Das Dach wurde undicht, es regnete immer wieder hinein.

Prittlbach ‒ Die Spechte sollten zunächst vertrieben werden, um weitere Schäden zu vermeiden. Doch alle Aktionen schlugen fehl.

Die Filialkirche St. Kastulus wurde im Jahr 1315 erstmals urkundlich erwähnt. Der heutige Bau entstand überwiegend in der Zeit vor 1524, die Innenausstattung stammt aus der Barockzeit. Im Jahr 1890 erfuhr die Kirche eine Erweiterung. Der Hochaltar zeigt die Gottesmutter Maria als Königin des Himmels und mit dem Christuskind auf ihrem Schoß.

Bemerkenswert ist der Helm des insgesamt 30 Meter hohen Turmes. Von Norden her betrachtet sieht man deutlich, dass er schief gebaut wurde. Dennoch hielt der Turmhelm über die Jahrzehnte – und hoffentlich tut er das noch viele weitere Jahre. Lediglich der Specht macht Probleme.

Prittlbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Hebertshausen. Kirchlich jedoch gehören der Ort und die Kirche St. Kastulus zur Pfarrei St. Jakob Dachau. Klaus Rabl

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