Mit dem Bus auf Tour durch die Gemeinde: Bürgermeister Richard Reischl bei der Rollenden Bürgerversammlung .

Rollende Bürgerversammlung in Hebertshausen

Ein Bus reicht fast schon nicht mehr

Mit dem Bürgermeister durch die Gemeinde fahren und sich über Bauprojekte oder Verkehrsmaßnahmen aus erster Hand informieren lassen: Dieses Angebot wird in Hebertshausen gut angenommen.

Hebertshausen – Mit Bürgermeister Richard Reischl kam auch die Rollende Bürgerversammlung in die Gemeinde Hebertshausen. Neben den normalen Bürgerversammlungen in den Ortsteilen lädt er Bürger ein, mit dem Bus durch die Gemeinde zu fahren. 57 Leute stiegen wieder ein. Das rege Interesse freut den Gemeindechef: „Ich glaube, wir müssen nächstes Jahr einen zweiten Bus buchen“.

Erster Halt war die Grund- und Mittelschule und das fast fertige Kinderhaus. Die Schulküche wurde erneuert und die Klassenzimmer sind inzwischen alle digitalisiert. Im Bälde gibt es eine neue Schulleitung, erfuhren die Teilnehmer, da Rektorin Ilse Oftring-Thomas in den Ruhestand geht.

Hinter der Schule ist das neue Kinderhaus fast fertig. Die Kosten blieben im vorgegebenen Rahmen von rund 4,2 Millionen Euro. Eröffnung soll am Samstag 10. März, sein. Dann werden dort 150 Schüler in der Mensa tagtäglich mit Essen aus der MAN-Küche versorgt.

Vorbei an der Dr. Elisabeth-Bamberger-Schule ging die Fahrt in Richtung Ampermoching. Beim Edeka-Markt soll eventuell noch ein Discounter Platz finden. Die Kinderkrippe im ehemaligen Gemeindehaus soll auf 32 Plätze erweitert werden.

Der Bus steuerte den Kindergarten St. Peter an. Für den Kindergarten St. Peter stellte Nachbar Klaus Wallner erfreulicherweise eine Fläche für einen Spielplatz zur Verfügung. Ein weiterer Spielplatz entstand nahe dem Friedhof. Dieser Spielplatz steht auch für die Allgemeinheit zur Verfügung.

Der neue Radweg von Ampermoching nach Ottershausen wurde in Augenschein genommen – ein gelungenes gemeinschaftliches Bauwerk der Gemeinden Hebertshausen und Haimhausen. Die Grießlstraße war das nächste Ziel. Hier entstand eine neue Brücke über den Sietenbach. „Jetzt können wir schauen, ob die Brücke große Belastungen aushält,“ sagte der Gemeindechef. Der Bus blieb auf der Brücke stehen, die Brücke blieb es auch.

„Die Brücken innerhalb der Gemeinde werden uns noch weiter beschäftigen“, erklärte der Bürgermeister. „Vor allem die Amperbrücke in Hebertshausen liegt uns am Herzen.“ Hierfür sollen die Planungen heuer anlaufen.

Die Fahrt führte zum Baugebiet Unterweilbach-Ost. Hier sollen nach und nach 20 Parzellen bebaut werden. In das ehemalige EVG-Gelände wird bald neues Leben einkehren. Die Rohrleitungsfirma Wurm aus Dachau hat das Gelände erworben und wird den Betrieb nach Unterweilbach verlegen.

Nächster Halt: Prillbach. Dort will der Bentenrieder Hof erweitern. Es wird unter anderem ein neuer Verkaufsladen entstehen. Auch das Gasthaus Wallner hat erweitert. Neben dem Gasthaus ist ein neues Hotelgebäude entstanden. Für die Feuerwehr und dem Schützenverein laufen die Planungen für eine neue Unterkunft.

Die Ampelanlage bei Eisingertshofen (Freisinger-/Alte-Römer-Straße) sah man schon von weiten. „Seit Inbetriebnahme gab es keine schweren Unfälle auf der Kreuzung mehr“, so der Bürgermeister. Der Radweg Alte-Römer-Straße soll nun endlich bis zum Herbst fertiggestellt werden. Derzeit arbeitet das Straßenbauamt noch am Durchlauf des Prittlbaches unter der Alten-Römer-Straße.

In Hebertshausen war der Krautgarten von Interesse. Das Gelände soll in Richtung Deutenhofen sowie der ehemaligen Holzschleiferei und noch einige Flächen innerhalb des Ortes im Rahmen des ISEK (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) überplant werden. Es geht dabei um eine Fläche, die teilweise in Gemeindebesitz ist. In der Nachbarschaft des Krautgartens steht Schuster Karton. Das Unternehmen hat ja vor einiger Zeit Insolvenz angemeldet. Die weitere Verwendung ist noch offen. Die Gemeinde möchte dort weiterhin Gewerbe sehen. Der Eigentümer will Wohnbebauung.

Letzte Station war der Friedhof. Dort ist die neue Aussegnungshalle fast fertig. Das Leichenhaus erstrahlt im neuen Glanz, auch eine Urnenwand gibt es schon. Jetzt fehlt von gemeindlicher Seite nur noch der Neubau der Kirchentreppe. Die Bau- und Renovierungsarbeiten an der Friedhofsmauer und an der Kirche St. Georg werden von kirchlicher Seite erledigt.

Zurück im Rathaus, lud Bürgermeister Richard Reischl alle Teilnehmer der rollenden Bürgerversammlung noch zu Kaffee und Kuchen in den Sitzungssaal ein. In der Aussprache wurde von Rosi Friedl angeregt, den ehemaligen Bahndamm als Radweg auszubauen, damit die Unterweilbacher und Arzbacher auch mit dem Rad zum S-Bahnhof fahren können. Jetzt geht es nicht so leicht, da ein großer Anstieg überwunden werden muss. Wie Ludwig Göttler betonte, hat es einen Weg neben dem Bahndamm bereits früher gegeben. Bürgermeister Richard Reischl kennt das Anliegen. Allerdings ist der Bahndamm bereits von den Naturschützern in Beschlag genommen. Viele Pflanzen, aber auch die Tierwelt hat hier eine neue Heimat gefunden. Aber neben dem alten Bahndamm gibt es einen Feldweg und der könnte mit einfachen Mitteln zu einem Rad- und Fußweg ausgebaut werden.

khr

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schwarzer Samstag auf der A8
Zwei Lkw-Unfälle haben am Samstagvormittag den Verkehr auf der A8 lahm gelegt. Die Folgen: Einsatzkräfte im Dauereinsatz, enormer Sachschaden, kilometerlanger Stau und …
Schwarzer Samstag auf der A8
Bernd Fiegenschuh gibt nach zwölf Jahren Abteilungsleitung ab
Positionswechsel an der Spitze der Tennisabteilung des TSV Eintracht Karlsfeld: Bernd Fiegenschuh, der zwölf Jahre die Abteilung führte, hat seinen Posten bei der …
Bernd Fiegenschuh gibt nach zwölf Jahren Abteilungsleitung ab
Gemeinde übernimmt Mehrkosten für TSV
Die Sportler des TSV Indersdorf freuen sich, dass die Schulturnhalle saniert wird. Trotzdem stellt die Bauphase den Verein vor Probleme. Die Sportler mussten nicht nur …
Gemeinde übernimmt Mehrkosten für TSV
Maschkera: Jubiläumsumzug brachte großes finanzielles Minus
Das zu erwartende erneute Defizit beim Faschingsumzug in Weichs wird von der Gemeinde noch gedeckt. Doch künftig soll ein Konzept entwickelt werden, um ein Minus zu …
Maschkera: Jubiläumsumzug brachte großes finanzielles Minus

Kommentare