Eintrag ins Goldene Buch: Herbert Reischl (am Tisch) mit Bürgermeister Richard Reischl sowie den Gemeinderäten Marianne Klaffki (SPD) und Jürgen Schreier (FBB/v.l.).
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Eintrag ins Goldene Buch: Herbert Reischl (am Tisch) mit Bürgermeister Richard Reischl sowie den Gemeinderäten Marianne Klaffki (SPD) und Jürgen Schreier (FBB/v.l.).

Eintrag ins Goldene Buch als Überraschung zum 80. Geburtstag

Herbert Reischl hat Hebertshausen entscheidend mitgeprägt

Hebertshausen – Kaum zu glauben: Herbert Reischl vom Waldfrieden hat am vergangenen Freitag seinen 80. Geburtstag gefeiert. Fest steht: Man sieht ihm die vielen Jahre nicht an.

Zum Gratulieren kam auch Bürgermeister Richard Reischl vorbei. Er brachte eine Riesenüberraschung mit: Der Gemeinderat samt Bürgermeister hatten im Vorfeld beschlossen, dass sich Herbert Reischl in das Goldene Buch der Gemeinde eintragen darf. Eingeweiht waren nur Sohn Florian und Gattin Marianne.

In seiner Laudation beschrieb der Bürgermeister das arbeitsreiche und erfolgreiche Leben des Jubilars. „Ich höre Dir immer gerne und mit Spannung zu“, so der Gemeindechef ans Geburtstagskind gewandt. „Nutze jede Minute, um aus deiner Vergangenheit zu berichten. Wer so gewirkt hat wie Du und positiven Einfluss auf die Entwicklung Gemeinde genommen hat, das sollte für die Zukunft festgehalten werden“, so der Bürgermeister weiter. „Ich halte es für wichtig, dass zukünftige Generationen einmal zurückblicken und sich eine Vorstellung aufbauen können, wer hier alles gelebt hat und was diese Menschen geleistet haben. Darum gibt es in unserer Gemeinde das Goldene Buch. In dieses Buch dürfen sich natürlich Prominente eintragen, wie ein Ministerpräsident oder auch Bischöfe, aber viel wichtiger ist es uns, dass sich Menschen eintragen, deren Vermächtnis wichtig ist für die Zukunft unserer Gesellschaft und für unsere liebenswerte Gemeinde. Diese Ehre, lieber Herbert, wird Dir heute zuteil.“

Kaum jemand habe die Entwicklung der Gemeinde so nachhaltig mitgeprägt wie Herbert Reischl und seine Familie. „Alleine wenn ich mir vorstelle, wie viele Paare sich hier in der Gaststätte Waldfrieden kennengelernt haben, wie viele Familien daraus entstanden sind, die wiederum Hebertshausen mitgestaltet und entwickelt haben“, so Bürgermeister Richard Reischl. „Auch unsere Vereine lagen Dir Herbert schon immer am Herzen. Zwei Vereine tragen nicht umsonst den Namen Waldfrieden in ihrem Namen.“

Für Pferdeliebhaber habe die Familie Reischl eine Oase geschaffen für ihr Hobby, mit Gaststätte, Reitschule und Pensionsstall für Pferde. „Das ist auch Lebensqualität, die Du den Menschen damit geschenkt hast.“

Doch Hebertshausen habe noch weiteres Positives durch den Jubilar erfahren. „In Deiner Zeit bei der Bundeswehr hast Du den Namen unseres Ortes weit in die Welt hinausgetragen und positiv vertreten.“ Als politisch Interessierter habe Reischl viele Jahre lang als Gemeinderat das Geschehen mitbestimmt und positiv mitgestaltet.

Ein schwerer Schicksalsschlag traf die Familie Reischl im November 2016. Sohn Herbert Reischl jun. starb völlig überraschend im Alter von nur 45 Jahren. Im Moment „des größten Schmerzes“, so Bürgermeister Reischl, hat die Familie beschlossen, eine Stiftung zu gründen, die den Namen des verstorbenen Sohnes trägt und die Familien und Vereinen in Hebertshausen zugute kommen soll. Die Stiftung werde immer an Herbert Reischl jun. erinnern.

Der Text der Eintragung im Goldenen Buch der Gemeinde lautet wie folgt: „In Würdigung seiner herausragenden Verdienste um die Entwicklung der Gemeinde, insbesondere für den großen und unermüdlichen Einsatz bei der Gründung der Stiftung ,Familie und Sport in memoriam Herbert Reischl’.“

Sichtlich ergriffen und erfreut bedankte sich der Jubilar beim Bürgermeister und dem Gemeinderat. Nun, ganz neu sind Ehrungen und Würdigungen für Herbert Reischl nicht. Unter anderem erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande. Im militärischen Bereich wurde er mit der Goldenen Ehrennadel der 1. Gebirgsdivision, dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold und dem Verdienstorden der amerikanischen Armee ausgezeichnet. Und Generaloberst Lopata von der ukrainischen Armee überreichte ihm die Verdienstmedaille für die militärische Beratung. Reischl ist Oberst der Reserve.

Klaus Rabl

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