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Ihre Vorstellungen und Wünsche schrieben die Jugendlichen auf ein großes Plakat.

Jugendliche äußern Wünsche und Ideen

Erste Jungbürgerversammlung im neuen JUZ Hebertshausen

Zur Jungbürgerversammlung im neuen JUZ in Hebertshausen sind nur 20 Jugendliche gekommen. Die allerdings waren begeistert von den neuen Räumen – und brachten gleich viele Ideen zu Papier.

Zur Jungbürgerversammlung hatte Bürgermeister Richard Reischl die Jugendlichen aus der Gemeinde zwischen zwölf und 21 Jahren eingeladen. Versammlungsort war das fast fertige neue Jugendzentrum an der Neufeldstraße.

Betreten musste man die Räumlichkeiten über eine Holzpalette, da der Eingangsbereich noch im Bau ist. Die Jugendlichen nutzten natürlich die Gelegenheit und besichtigten die Räumlichkeiten gleich ausgiebig. Ihr künftiges Reich ist natürlich mit modernen Sanitäreinrichtungen ausgestattet. Es gibt Lager und Büroräume, dazu zwei ebenerdige Aufenthaltsräume. Ein Raum gilt als eigentliches JUZ, mit unterschiedlichen Öffnungszeiten für verschiedene Altersgruppen und betreut von Mitarbeitern der Jugendarbeit Hebertshausen – oder in Selbstverwaltung. Der zweite Raum kann für private Feiern und Partys genutzt werden. Er soll auch dem Waldkindergarten als Notunterkunft zur Verfügung stehen, wenn das Wetter verrückt spielt.

Bei der Jungbürgerversammlung erzählte der Bürgermeister den Jugendlichen erst einmal etwas über die Gemeinde. Das Interesse der Jugendlichen galt natürlich hauptsächlich dem neuen JUZ. In Gruppen-Workshops legten die Jugendlichen fest, für welche Aktivitäten das JUZ genutzt werden soll, welche Ausstattung sich die Jugendlichen wünschen. „Wer Zeit und Lust hat, kann beim Einzug helfen“, ermunterte der Gemeindechef die Jugendlichen. „Denn das ist euer Haus.“ An Ideen für Veranstaltungen mangelte es den Jugendlichen nicht. Zwei große Plakate wurden von den 20 Teilnehmern voll beschrieben mit Anregungen und Vorschlägen. Natürlich waren auch Ideen darunter, die sicher nicht verwirklicht werden können. So hatte ein Spaßvogel einen U-Bahnanschluss aufgeschrieben.

Ansonsten waren die Anregungen durchaus realistisch, betonte Jugendpfleger Marco Neumeier. Die Jugendlichen freuen sich natürlich auf die offizielle Eröffnung, die voraussichtlich am Freitag, 15. November, stattfinden wird. Und sie warten nun schon geduldig seit Sommer 2016 auf ihre neuen Räumlichkeiten. Zwischenzeitlich stand den Jugendlichen ein Bauwagen zur Verfügung, aber das war nicht optimal. Seitens der Gemeinde wurden mehrmals Planungen verworfen und wieder neue Planungen erstellt. Im Frühjahr 2019 fiel dann endlich der Startschuss für das neuen JUZ. Die Baukosten belaufen sich auf rund 600 000 Euro. „Die Gemeinde hat ihre Arbeit gemacht und viel Geld in das Projekt gesteckt. Jetzt seid ihr dran“, so Bürgermeister Richard Reischl.

Sehr erleichtert zeigte sich auch die Jugendbeauftrage der Gemeinde, Elke Fiedel. „Ich bin wirklich froh, dass das Jugendzentrum jetzt dasteht.“ Neues Haus, leere Räume: Jetzt sind die Jugendlichen dran um die Räume entsprechend auszustatten, meinte Reischl. Die Jugendlichen hatten genug Wünsche zu Papier gebracht. Ein Kicker, ein Billardtisch, ein Beamer, farbenfrohe Wände, eine Couchgarnitur, Zimmerpflanzen, eine Hängematte stand da auf dem Plakat. Wir brauchen auch LAN-Anschlüsse um LAN-Partys organisieren zu können, erklärte ein Jugendlicher. Gemeinsames Kochen soll möglich sein, und auch für Geburtstagsfeiern sollen die Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. Wie Reischl betont, soll auch im Außenbereich des neuen JUZ noch einiges passieren. So will die Gemeinde noch einen Beach-Volleyball- und Soccerplatz errichten.

Laut dem Bürgermeister wurden insgesamt 467 junge Leute im Alter von zwölf bis 21 Jahren zur Jungbürgerversammlung eingeladen. Gekommen sind allerdings nur 20 Jugendliche. Da war der Gemeindechef schon etwas enttäuscht. Er hofft natürlich, dass das Interesse steigt, sobald der Betrieb im JUZ voll läuft. Davon sind auch die Jugendpfleger Marco Neumeier und Max Büchl überzeugt.

Die anwesenden Jugendlichen waren jedenfalls begeistert. „Wir haben die Möglichkeit, alles selbst zu gestalten und unsere Ideen einfließen zu lassen“, war die vorherrschende Meinung. „Wir können uns näher kennenlernen, neue Bekanntschaften schließen, Partys feiern, das JUZ selbst verwalten und die für uns geeigneten Öffnungszeiten mitbestimmen.“ Das ist auch ganz im Sinne des Bürgermeisters Reischl. „Im JUZ soll die Jugend selbst aktiv werden!“ Klaus Rabl

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