+
Ein Tragl Bier für den Ehrengast: Manfred Weber (rechts) mit Stephanie Burgmaier, Clemens von Trebra-Lindenau und Landrat Stefan Löwl (von links). 

„Dieser Mann lebt die europäische Idee“

EVP-Fraktionschef Manfred Weber spricht in Hebertshausen über Europa, Bayern und die AfD

Manfred Weber, Fraktionschef der Europäischen Volkspartei (EVP): Manfred Weber, hat in Hebertshausen über „das neuen Europa“ und künftige Herausforderungen gesprochen und dabei für seine CSU und die CSU-Kandidaten zur anstehenden Kommunalwahl geworben: „Wir sind die Besseren, und wir werden es wieder zeigen.“

Der CSU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Bernhard Seidenath lobte den Europa-Politiker Weber bei seiner Ansprache vor rund 250 Zuhörern im Anhänger-Zentrum Wörmann: „Viel hat Manfred Weber im vergangenen Jahr zu leiden gehabt. Eigentlich sollte ja er Präsident des Europaparlaments werden. Er hat seine Nichtwahl weggesteckt und macht mit viel Freude und Engagement weiter.“ Landrat Stefan Löwl bezeichnete den 47 Jahre alten Niederbayern Weber als „CSU-Mann, der die europäische Idee lebt“.

Die CSU, so Weber, sei „die einzige Partei in Bayern die auf allen Ebenen vertreten ist, und wir wollen, dass unsere Bürgermeister und unser Landrat im Amt bleiben.“ Es müsse verhindert werden, dass die AfD in Bayern weiter an Boden gewinne. „Den rechten Scharfmachern muss mit allen Mitteln entgegengetreten werden!“

Die aktuellen Herausforderungen aufgrund von Globalisierung und stattlichem Protektionismus sowie globale Themen wie Klimaschutz, Migration und Digitalisierung haben direkte Auswirkungen auf die Menschen, auch im Landkreis Dachau. Die EVP trete dafür ein, dass die Briten nach ihrem Austritt sich nicht die besten Rosinen beim Handel herauspicken könnten. Und die CSU habe dazu beigetragen, dass das Trinkwasser in den Händen der Kommunen bleibt.

Dem Ärztemangel müsse entgegengewirkt werden. Deshalb sind jetzt schon rund 5000 rumänische Ärzte in Bayern tätig.

Sehr nachdenklich mache es ihn, so Weber, dass Krisen und Kriege näher an Europa herangerückt seien. Im Iran sei ein Terrorregime an der Macht. In diesem Land würden kritische Menschen zu Tausenden gehängt.

Der Klimaschutz müsse auch in der EU weiter forciert werden. Er sei jedoch entsetzt gewesen, als nach einem Brand eines Bauernhofes Plakate angebracht wurden mit der Aufschrift „Ein Umweltsünder weniger“. „Unsere Bauern verdienen Respekt“, betonte der CSU-Mann.

Die Vorgaben der einstimmigen Beschlüsse im Europaparlament sollten abgeschafft werden. Irgendein Land könne Beschlüsse immer blockieren. Es sollten auch in diesem Parlament mehrheitliche Beschlüsse möglich sein.

Manfred Weber plädierte für eine Einkommenssteuerreform in der Bundesrepublik Deutschland. Der Staat sollte auch einmal Steuern zurückgeben.

Stephanie Burgmaier, CSU-Fraktionschefin im Kreistag, war Moderatorin der Veranstaltung. Sie bat Florian Zigldrum, den dritten Bürgermeister der Gemeinde Hebertshausen, seine Erfahrungen mit Europa zu schildern. „Wir haben ein Jugendzentrum erst vor Kurzem eingeweiht. Über Dachau Agil haben wir aus Fördermitteln der EU 160 000 Euro für die Maßnahme erhalten“, berichtete Zigldrum. Wir brauchen nicht gleich immer über Europa schimpfen!“

Stefan Löwl fügte an: „Dachau Agil macht ganz viel. Ohne Fördermittel der Europäischen Union wäre vieles nicht möglich.“

Kathi Staub ist eine der CSU-Gemeinderatskandidatinnen aus Hebertshausen. Die gebürtige Engländerin kam der Liebe wegen nach Deutschland und Hebertshausen. Sie fühlt sich total integriert und spricht inzwischen fließend deutsch. Sie finde es sehr schade, dass Großbritannien aus der EU ausgetreten ist.

Zum Schluss der Veranstaltung überreichte der Hebertshauser CSU-Ortsvorsitzende Clemens von Trebra-Lindenau Weber als kleines Dankeschön einen Kasten Bier aus der Kellerbrauerei Prittlbach. „Auch wir in Hebertshausen können gutes Bier brauen!“Klaus Rabl

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

CSU Odelzhausen will mindestens sechs Sitze
Die CSU Odelzhausen hat ihr Wahlkampfprogramm vorgestellt – und sich dabei von der Bürgergemeinschaft Odelzhausen (BGO) abgegrenzt.
CSU Odelzhausen will mindestens sechs Sitze
„Parteipolitik hat in der Kommunalpolitik nix verloren“
Vor den Kommunalwahlen am 15. März hat sich die Allgemeine Wählergruppe (AWG) im Schützen- und Feuerwehrhaus in Ebersried noch einmal vorgestellt.
„Parteipolitik hat in der Kommunalpolitik nix verloren“
Dachauer Wasserturm erwacht aus der Winterpause
Der Verein Wasserturm Dachau hat seine Winterpause  beendet und das    Ausstellungsprogramm für 2020 präsentiert. Es gibt nicht nur bildende Kunst.
Dachauer Wasserturm erwacht aus der Winterpause
ITG Dachau: Nazi-Symbole in Schüler-Chats
Schüler des Ignaz-Taschner-Gymnasiums haben im Klassenchat Sticker mit antisemitischen und rassistischen Darstellungen verbreitet. Und das obwohl sich das ITG als …
ITG Dachau: Nazi-Symbole in Schüler-Chats

Kommentare