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In der landwirtschaftlichen Halle waren Heu und Stroh gelagert. Sie stand in Vollbrand.

Großeinsatz der Feuerwehren bei Ampermoching

Nächtlicher Kampf gegen Flammen

Ampermoching - Der Brand der Scheune beim Ampermoching am Sonntagabend hat einen der größten Feuerwehreinsätze in diesem Jahr nach sich gezogen: 170 Einsatzkräfte kämpften bis in die frühen Morgenstunden gegen die Flammen. Als Brandursache schließt sie Polizei Brandstiftung nicht aus.

"Brand landwirtschaftliches Gebäude“ – so lautete am Sonntagabend gegen 18 Uhr die Einsatzmeldung für ein Großaufgebot der Feuerwehr. In der Haimhauser Straße in Ampermoching ist aus noch ungeklärter Ursache ein Feldstadel in Brand geraten. Als kurze Zeit später die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand die Scheune, in der Heu und Stroh gelagert waren, bereits im Vollbrand, wie Kreisbrandinspektor Maximilian Reimoser  in einem Pressebericht mitteilte. 

Mit mehreren Löschrohren kämpften die Floriansjünger gegen die Flammen an. Noch ist laut Polizei unkar, ob es sich um Brandstiftung oder Heuselbstentzündung handelt. Denn obwohl Heu getrocknet gelagert wird, verbleiben noch Anteile von Pflanzzellen im Heu. Die Atmung dieser Zellen erzeugt Wärme, wodurch sich Pilze und Bakterien im Heu stark vermehren können. Infolge der schlechten Wärmeleitfähigkeit des Heus kommt es an einzelnen Stellen zu einem Wärmestau. Dabei entstehen so hohe Temperaturen, dass sich das Heu selbst entzündet. „Die Brandermittler suchen noch nach Hinweisen“, erklärt Pressesprecher des Polizeipräsidium Oberbayern Nord Günther Beck. „Wir sind aber auch über jeden Zeugenhinweis, der Aufschluss darüber geben kann, wie es zum Brand kam, dankbar.“ 

Da die Scheune randvoll mit etwa 300 Rundballen aus Heu und Stroh war, war es für die Feuerwehrler besonders schwierig, den Brand zu löschen. „Für die Wasserversorgung wurde deshalb eine Förderleitung von der 300 Meter entfernten Amper zur Scheune aufgebaut“, so Reimoser. 

Um die Flammen unter Kontrolle zu kriegen, waren 170 Kräfte aus den Feuerwehren Ampermoching, Hebertshausen, Indersdorf, Petershausen, Prittlbach, Unterweilbach, Haimhausen, Amperpettenbach, Röhrmoos, Schönbrunn, Dachau, Karlsfeld und Vierkirchen sowie der Berufsfeuerwehr München im Einsatz. Sie wurden durch BRK und THW Dachau unterstützt. 

Um alle Glutnester erreichen zu können, musste das brenndende Material mit Hilfe von drei Radladern aus dem Stadel gebracht werden. Anschließend wurde das ausgebreitete Heu und Stroh auf angrenzenden Ackerflächen komplett abgelöscht. Doch aufgrund der starken Rauchentwicklung waren die Arbeiten nur unter schwerem Atemschutz möglich. Etwa eine Stunde nach Mitternacht wurde zur Unterstützung auch ein Großlüfter der Berufsfeuerwehr München angefordert, außerdem wurden Atemschutzgeräteträger aus den Feuerwehren Indersdorf, Karlsfeld, Petershausen, Prittlbach und Vierkirchen nachalarmiert. Erst gegen 4 Uhr konnte laut Reimoser „Feuer aus“ gemeldet werden, die letzten Kräfte haben gegen 5 Uhr die Einsatzstelle verlassen. Die Feuerwehr Ampermochung übernahm dann die Brandwache.

reg

Bilder: Brand bei Ampermoching

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