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Kreuze, Grablaternen, Gestecke: Nichts haben die Zerstörer am neuen Hebertshauser Friedhof verschont. 

Vandalismus auf Begräbnisstätten in Hebertshausen

Unbekannte verwüsten Friedhof: Polizei ist fassungslos - Schaden in fünfstelliger Höhe

Unbekannte haben auf dem neuen Friedhof in Hebertshausen über 30 Gräber verwüstet und am alten Friedhof eine Bautafel die Treppe hinuntergeworfen.

  • Der neue Friedhof in Hebertshausen wurde verwüstet. 
  • Die Polizei spricht von „sinnloser Zerstörungswut“.
  • Die Hebertshauser sind fassungslos.

Hebertshausen –  Umgerissene Kreuze, beschädigte Pflanzen, zertretene Grablaternen am neuen Friedhof sowie eine große Bautafel, die 300 Meter weiter am alten Friedhof die steile Treppe hinuntergeworfen wurde. Mit „sinnloser Zerstörungswut“, so die Polizeiinspektion Dachau, sind Unbekannte auf den beiden Hebertshauser Begräbnisstätten zu Werke gegangen. Alleine bei den Grabschändungen verursachten sie einen Schaden in Höhe von rund 20.000 Euro. Die Höhe des Schadens an der Tafel ist noch nicht bekannt.Laut Polizei geschahen alle Taten in der Zeit von vergangenem Freitag bis Montag.

Seit zwölf Jahren sei er jetzt in Hebertshausen tätig, meint Hebertshausens Pfarrer Michael Bartmann, aber „an so etwas kann ich mich nicht erinnern“.

Vandalismus in Hebertshausen - Es herrscht Fassungslosigkeit

Auch in der Hebertshauser Bevölkerung herrschen Fassungslosigkeit – und Wut. „Beim Grab von meinem Papa wurde die Grablaterne total zerstört. Sie wurde wohl gegen den Grabstein geworfen, da dort Spuren zu sehen waren. Ich verstehe einfach nicht, was es für Idioten auf dieser Welt gibt! Unglaublich!“, sagt Maria Redmer.

Mesnerin über Vandalismus in Hebertshausen entsetzt: „Ich frage mich, wie die da reingekommen sind“

„Ich frage mich, wie die da reingekommen sind“, sagt Mesnerin Paula Pihale zum Geschehen am alten Friedhof, denn der Aufgang zum Friedhof oben an der St.-Georg-Kirche ist wegen Renovierungsarbeiten an dem Gotteshaus abgesperrt. Und zur Bautafel: „Der Sturm ist bestimmt nicht schuld. Die Tafel war fest verankert. Sie muss heraus gerissen worden sein.“ Dieser Ansicht ist auch die Polizei Dachau. Die Mesnerin meint, dass die Täter aus einer Faschingslaune heraus gehandelt haben könnten. Doch das ist natürlich nur eine Vermutung.

Fasching hin oder her, Pfarrer Bartmann ist das egal: „Das ist eine Unverschämtheit. Das darf nicht passieren.“

KLAUS RABL UND THOMAS ZIMMERLY

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