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Ließ kaum ein Thema aus – Richard Reischls Jahresübersichtsbericht dauerte jeweils eineinhalb Stunden.

300 Interessierte informieren sich in Hebertshausen

Bürgerversammlungsmarathon

Hebertshausens Bürgermeister Richard Reischl hat einen Marathon an Bürgerversammlungen hinter sich.

Hebertshausen– Insgesamt wollten über 300 Bürger bei fünf Versammlungen Reischls Ausführungen zur Lage der Gemeinde hören. Er gab fast kein Thema, das er nicht ansprach. So war es kein Wunder, dass sein Bericht immer rund eineinhalb Stunden dauerte. Die Gemeinde hat derzeit 5915 Einwohner.

Finanzen

Der Gesamthaushalt beläuft sich auf 15,9 Millionen Euro. Der Schuldenstand der Gemeinde liegt bei 4,95 Millionen Euro. Dem stehen Rücklagen von drei Millionen Euro gegenüber.

Personal

Die Gemeinde Hebertshausen hat 69 Mitarbeiter. Sie zahlt ihnen die so genannte „München-Zulage“ von 270 Euro pro Mitarbeiter.

ISEK

Der Bürgermeister erwähnte den Abschluss des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes in der Städtebauförderung (ISEK). Er lobte die tolle Mitwirkung der Gemeindebürger. Über 430 Vorschläge gab es zu dem Projekt.

Zudem läuft ein Wettbewerb im Rahmen des ISEK für die Alte Holzschleiferei. Es sollen dort Wohnungen, Gewerbe und das Betreute Wohnen entstehen.

Kinderbetreuungund Schule

Bei den Kinderbetreuungseinrichtungen steht die Gemeinde laut Reischl derzeit gut da. Es gibt keine Wartelisten. Es sind noch Plätze frei. Es werden aber demnächst Baugebiete bebaut, es wird mehr Familien mit Kindern geben. Sollte es dann eng werden „so kann eine Erweiterung der Kindertagesstätten im alten Schulhaus von Prittlbach erfolgen“. In die Grundschule gehen 248 Schüler in zwölf Klassen. Etwas Sorge bereitet Reischl die Mittelschule. Die fünf Klassen sind einzügig. Die Schülerzahl beläuft sich auf 93. Im Vorjahr waren es noch 106 Schulkinder.

Juz

Mit der Einweihung des neuen Jugendzentrums hat die Hebertshauser Jugend jetzt eine neue Heimat gefunden. „Die Jugend nimmt das Juz gut an“, freute sich der Gemeindechef.

Glasfaser

Die Glasfaserarbeiten sind in der ganzen Gemeinde zu beobachten. Fast alle Haushalte sind dabei. Die Freischaltung sollte laut Reischl im Frühjahr 2020 erfolgen. Bei Beschwerden steht Manuel Türk im Rathaus zur Verfügung.

Senioren

Rund 1314 Senioren leben in der Gemeinde. „Die Nachbarschaftshilfe ist jederzeit für die Senioren da!“, betonte Reischl. Heuer gibt es auch einen Wunschbaum für Senioren. „Manche ältere Menschen leben allein. Sie freuen sich schon über ein Gespräch oder eine kleine Zuwendung“, sagte der Bürgermeister. Ein Arbeitskreis Senioren möchte das Betreute Wohnen auf den Weg bringen.

Ehrenamt

Das Ehrenamt ist für Bürgermeister Richard Reischl enorm wichtig. Er betonte: „Ohne die Ehrenamtlichen würde es vieles in der Gemeinde nicht geben.“ Beim Ehrenabend wurden deshalb auch wieder 19 Menschen geehrt.

Naturschutz

In den Ortsteilen Hebertshausen und Deutenhofen wurden zehn Blühflächen bepflanzt. Viele Freiwillige halfen mit. Es wurden rund 16 000 Blumenzwiebeln in die Erde gebracht, dazu 1000 Initialstauden und es wurden eine Menge Blühsamen ausgestreut. 200 Obstbäume gibt es auf Gemeindegrund. Die Früchte dürfen alle ernten.

Verkehr

Die Kommunale Verkehrsüberwachung sprach 1861 Verwarnungen aus. Bußgelder mussten 49 Verkehrsteilnehmer berappen, und sieben Führerscheine wurden eingezogen.

Der Radweg von Prittlbach nach Eisingertshofen ist in Planung, die Feldwegbankettarbeiten wurden nach drei Jahren abgeschlossen.

Die Amperbrücke wird im Frühjahr abgerissen. Die neue Brücke wird laut Reischl im Dezember 2020 fertig sein. Die Umleitung für den Verkehr erfolgt über Dachau-Ost oder über Ampermoching. Für Radfahrer und Fußgänger gibt es einen Weg über das Schustergelände und das Wasserkraftwerk.

Bürgerstiftung

Die Bürgerstiftungen helfen laut Reischl „bei vielerlei Dingen“. Die Bandbreite für Förderungen ist groß. „Leider gibt es aber keine Anträge“, sagte der Bürgermeister. „Also, wer Hilfe braucht, Antrag stellen!“ Das gelte für Privatpersonen wie auch für Vereine. Neben den Bürgerstiftungen gibt es auch noch den Sozialfonds Miteinander-Füreinander. Hier werden die Mittel ausschließlich an Gemeindebürger ausgeschüttet. Neben den Spenden von Bürgern brachte der Spendenlauf im Sommer stolze 16 000 Euro ein.

Probleme am Bahnhof

Der S-Bahnhof bereitet immer wieder Probleme. Insbesondere der Aufzug. Er ist immer wieder defekt oder mutwillig beschädigt. Die Reparaturen dauern dann oft wochenlang. Eine Protestaktion hatte Erfolg. Der Aufzug geht wieder. Die Bahn zeigt sich jetzt zugänglicher. Das hat auch seinen Grund: Laut Bürgermeister Reischl gibt es jetzt schon ein Parkplatzproblem am S-Bahnhof. Die Bahn denkt an den Bau eines Parkhauses und von Wohnungen für Bahnmitarbeiter. Dazu braucht sie auch die Gemeinde.

khr

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