Zeitumstellung auf Sommerzeit: Heute Entscheidung im EU-Parlament

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Sie wollen mitmachen: Das erste Treffen des Arbeitskreises Ortschronik mit Bürgermeister Richard Reischl (l. stehend).

Dafür sorgen, dass nichts vergessen wird

Ehrenamtliche wollen Ortschronik für die Gemeinde Hebertshausen zusammenstellen

Bereits im September vorigen Jahres begannen die Planungen für eine Ortschronik der Gemeinde Hebertshausen. Jetzt gab es ein erstes Treffen im Rathaus.

Hebertshausen – Bürgermeister Richard Reischl ist ein großer Verfechter einer Ortschronik. „Das liegt auch in der Familie“, sagte er beim Treffen des Arbeitskreises Ortschronik. „Schon mein Vater interessierte sich sehr für die Geschichte von Hebertshausen. Er hat mir auch viele Schriftstücke und Fotos hinterlassen, die ich erst einmal ordnen muss.“ Der Gemeindechef freute sich, dass beim ersten Treffen des Arbeitskreises eine Menge Leute ins Rathaus kamen. Sie alle wollen in irgendeiner Form bei der Erstellung einer Ortschronik dabei sein.

„Die Zeit vergeht und Zeitzeugen werden auch immer weniger“, sagte Reischl. Darum soll jetzt richtig Gas gegeben werden, um die Ortschronik voranzubringen. Es gibt viele, viele Geschichten, die im Laufe der Zeit verschwinden. Die Gemeinde steht voll hinter dem Projekt und wird sich auch finanziell entsprechend beteiligen, betonte Reischl. Im Haushalt sind 30 000 Euro bereitgestellt. Das Geld soll im Laufe der nächsten drei Jahre beigesteuert werden.

Bürgermeister Reischl: Wir wollen etwas von den Orten erhalten!

In der Ortschronik geht es um die Geschichte aus vergangenen Tagen bis heute. Wie sah es mit der Landwirtschaft aus, was ist mit den Vereinen, die teilweise bis zu 150 Jahre bestehen? Es soll um Personen, um ehemalige Bürgermeister und um Einzelschicksale gehen. Also Gründe genug, um dies alles zu Papier zu bringen. „Die Verwaltung schafft dies alleine nicht“, erklärte der Bürgermeister. „Viele Mitstreiter in vielfältiger Form sind dazu notwendig. Wir wollen etwas von den Orten erhalten!“ Als Ergebnis soll dann ein Buch entstehen mit dem möglichen Titel: „Das ist unsere Geschichte.“ „Heute machen wir den ersten Schritt. Wir wollen Begeisterung wecken und Leute aus allen Ortsteilen animieren, mitzumachen“, erklärte Reischl.

Er bekommt sicher einen Platz in der Chronik: Georg Rabl, Hebertshausens Bürgermeister von 1953 bis 1968. Hier sitz er auf seiner alten Sachs.

Bei der Vorstellungsrunde durfte jeder der Anwesenden seine Vorstellungen für eine Ortschronik erläutern. Dabei war schon zu erkennen, dass hauptsächlich Einheimische da waren, die seit ihrer Geburt vor, im und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, in der Gemeinde leben. Gekommen waren aber auch einige Gemeindemitglieder, die erst in den vergangenen Jahren zugezogen sind, sich aber für die Geschichte ihres Ortes interessieren. Auch erfahrene Geschichtsforscher wie Thomas Schlichenmayer und Josef Glas aus Ampermoching waren da und werden sich an dem Projekt beteiligen.

Jeder Gemeindeteil braucht einen Ansprechpartner

Themen für die Chronik sind die Landwirtschaft, Kirche und Vereine. Ganz wichtig sind auch Fotos aus der Vergangenheit. Reischl fasste zusammen, welche Bereiche wohl in der Ortschronik behandelt werden: Politik, Vereine, bauliche Einrichtungen, Schulen, Kirche, Kultur, Handwerk und Einzelhandel. Zudem die medizinische Versorgung damals und heute.

Auch frührere Geschäfte und Gebäude sollen nicht vergessen werden – wie dieser Radlladen. Er war in den 50er Jahren gegenüber der heutigen Tankstelle.

Es gab dann schon eine Diskussionsrunde quer durch die Reihen mit Vorschlägen und Vorgehensweisen. Ein wichtiger Punkt ist für Bürgermeister Richard Reischl, jeweils ein Team mit einem Ansprechpartner für jeden Gemeindeteil zu finden. Dieses Team kann weitere Mitstreiter und Mitwirkende suchen. Bis Mai sollte der Findungsprozess abgeschlossen sein. Spätestens im September soll die Arbeit an der Chronik beginnen.

In zwei bis drei Jahren soll das Werk fertig sein

Es gibt natürlich viel Arbeit. Die Ehrenamtlichen müssen Kontakte knüpfen, viele Interviews führen, viel aufschreiben und Fotos registrieren. Zudem müssen sie aktuelle Fotos machen und vielen mehr. Die Gemeinde ist dabei behilflich und finanziert auch im Bedarfsfall die notwendigen technischen Voraussetzungen.

Natürlich gibt es bereits Unterlagen aus der Geschichte der Ortsteile. Diese Geschichten können in die Chronik mit einfließen. Auch das bayerische Staatsarchiv steht für Recherchen offen. Bis das alles bewältigt ist, werden höchstwahrscheinlich zwei bis drei Jahre vergehen. Aber dann sollte das Werk entstanden sein, meinte Reischl.

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Mitmacher gesucht

Wer gerne bei der Ortschronik mitmachen will, kann sich bei Renate Heigl oder Konny Stark im Rathaus unter der Telefonnummer 0 81 31/29 28 61 10 oder 0 8131/29 28 61 11 melden.

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Klaus Rabl

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