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Urteil am Landgericht München II: Der 63-jährige Mann bleibt in der Psychiatrie

Dauerhaft in Psychiatrie

Er hält sich für Moses und Einstein: Psychisch Kranker belästigt 13-Jährige über Monate

Vielleicht kann das heute 14-jährige Mädchen jetzt ruhiger schlafen: Ihr Peiniger (63), der sie monatelang belästigt, ja: drangsaliert hatte, bleibt dauerhaft in der Psychiatrie. Das hat jetzt das Landgericht München II beschlossen.

Hebertshausen – Der Sommer 2018 – für ein damals 13-jähriges Mädchen, das in Hebertshausen Zeitung ausgetragen hat, wird diese Zeit immer mit Angst verbunden sein. Denn im Juli vergangenen Jahres begann Hans M. (63/Name geändert), der an einer paranoid-halluzinatorischen Schizophrenie leidet, der Schülerin nachzustellen und sie zu belästigen (wir berichteten). Jetzt hat das Landgericht München II beschlossen, dass M. dauerhaft in die Psychiatrie muss.

Der 63-Jährige hält sich für einen Propheten von Jesu Christi und für die Reinkarnation von Persönlichkeiten wie Moses, Kant, Lincoln, oder Einstein. Die Schülerin wiederum, so bildet es sich M. ein, sei früher Prinzessin Diana, seine Halbschwester und seine abgetriebene Tochter gewesen.

Immer wieder lauerte M. dem Mädchen auf. Nach den Sommerferien wartete er sogar mehrmals an der Bushaltestelle gegenüber der Schule der 13-Jährigen. Weder Ansprachen des Schulleiters noch der Polizei brachten den Mann dazu, von der Jugendlichen Abstand zu nehmen. Auch an ein gerichtlich verordnetes Näherungsverbot hielt er sich nicht.

Seit November 2018 sitzt er deshalb in der Psychiatrie – und wird diese so schnell auch nicht verlassen. „Wenn wir Sie raus lassen würden, würden Sie wieder da stehen und noch übergriffiger werden,“ erklärte die Vorsitzende Richterin. „Wir müssen die Allgemeinheit vor Ihnen schützen.“

Tatsächlich hatte ein Gutachter eine Rückfallwahrscheinlichkeit von 90 Prozent vorausgesagt. Denn der 63-Jährige, der mit einem Kreuz auf der Stirn und einer Latzhose mit aufgedruckten Sprüchen vor Gericht erschienen war, verweigert jede Therapie. Er lässt nicht einmal untersuchen, woher seine Störung kommen könnte.

Schon seit mindestens 2008 leidet er unter der psychischen Erkrankung, damals gab er seine Arbeit auf. Im Laufe der Jahre hat sich sein Zustand weiter verschlimmert. Inzwischen hat er auch mit seiner Familie keinen Kontakt mehr, und sein ganzes Leben dreht sich nur noch um seine irrealen Vorstellungen und die Verbreitung seiner Botschaft.

Die 13-Jährige leidet noch heute. „Das Mädchen ist ein anderes geworden,“ versuchte die Richterin Hans M. deutlich zu machen. „Sie versteckt und verkriecht sich. Ihr komplettes soziales Leben hat sich verändert.“ Vor Angst hat die Schülerin unter anderem Schlaf- und Konzentrationsstörungen bekommen, das Zeitungsaustragen hat sie aufgegeben.

Verständnis oder Reue zeigte Hans M. jedoch nicht, wenngleich er das Urteil akzeptierte. Seine Ansicht nach zur Rechtsprechung ist: „Der Satan redet durch die Menschen auf mich!“ cla

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