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Neben der alten Trasse bei Lotzbach (l.) soll die neue Trasse entstehen. foto: khr Die südlichere Variante ist aufgrund städtebaulicher Aspekte für die Gemeinde Hebertshausen nicht darstellbar

Gemeinde Hebertshausen favorisiert gegenteilige Tennet-Variante wie Haimhausen

Die nördliche Stromtrasse soll es sein

Die geplante neue Stromtrasse der Firma Tennet (wir haben berichtet) war nun auch im Gemeinderat Hebertshausen Thema.

Hebertshausen – Die Firma möchte die bestehende Trasse erneuern, dadurch eine zuverlässige Stromversorgung gewährleisten. Die Planer stellen sich dabei eine Nord- oder eine Südvariante vor. Gegen die Nordvariante hat sich in Haimhausen bereits die „Interessensgemeinschaft gegen die Monsterstromtrasse Nord gebildet“. Die Anhänger sind also gegen die Variante, die die Gemeinde Hebertshausen favorisiert, wie sich in der Sitzung zeigte.

Bürgermeister Richard Reischl erklärte in der Sitzung: Das Gemeindegebiet Hebertshausen ist entweder mit einer Waldfläche an der Gemeindegrenze zu Röhrmoos nördlich von Lotzbach oder alternativ zwischen Lotzbach und Ampermoching sowie im weiteren Verlauf in Richtung Haimhausen betroffen.

Zum jetzigen Zeitpunkt seien laut Reischl das Raumordnungsverfahren sowie das anschließende Planfeststellungsverfahren noch nicht eröffnet. „Daher kann aktuell lediglich eine informelle Stellungnahme abgegeben werden“, so Reischl. Das Verfahren solle nach ersten Gesprächen zwischen der Tennet und der Gemeinde Hebertshausen etwa Ende 2020 eröffnet werden. Es sei eine Dauer von sechs bis zwölf Monaten angesetzt. Die Gemeinde teilte Tennet laut Reischl bereits im Oktober 2019 mündlich mit, dass im Bereich Lotzbach die nördliche Trassenvariante favorisiert wird.

Diese geplante nördliche Trasse von Lotzbach kommt aus Richtung Zieglberg und verläuft zunächst südlich der bestehenden Trasse. Zwischen den aktuellen Masten Nr. 21 und Nr. 22 sollen nach Auskunft von Tennet die bestehende Trasse sowie die Bahntrasse gekreuzt werden und die neue Trasse dann nördlich dieser Trassen verlaufen. Es soll ein Mast direkt am Waldrand entstehen.

Die Position der Gemeinde sollte nun vom Gemeinderat untermauert werden. Insbesondere im Hinblick auf eine künftige städtebauliche Entwicklung sollte der Bereich zwischen Ampermoching und Lotzbach nicht mit dem Ersatzneubau der Hochspannungsleitung durchtrennt werden, so Reischl. „Andererseits sollte aber auch darauf geachtet werden, dass der Ersatzneubau nördlich von Lotzbach möglichst weit von der Bebauung entfernt bleibt“, was durch die Kreuzung der aktuellen Trasse und der Bahntrasse auf die nördliche Seite spätestens zwischen den Masten Nr. 21 und 22 ermöglicht wird.

Der Gemeinderat beschloss schließlich einstimmig, dass im Rahmen einer informellen Stellungnahme Tennet folgende Punkte mitgeteilt werden:

. Bezüglich der beiden Trassenverläufe im Bereich Lotzbach ist die südlichere Variante zwischen Ampermoching und Lotzbach auf Grund städtebaulicher Aspekte für die Gemeinde Hebertshausen nicht darstellbar.

. Bei der nördlichen Trassenvariante von Lotzbach ist besonders darauf zu achten, möglichst weit weg von der bestehenden Bebauung zu bleiben. Eine Kreuzung der bestehenden Trasse sowie der Bahntrasse für einen Verlauf im Bereich von Lotzbach nördlich dieser beiden bestehenden Trassen ist spätestens zwischen den Masten Nrn. 21 und 22 zwingend erforderlich.

. Für die Kaltmühle sollen entsprechende Schutzbereiche eingehalten werden.

Klaus Rabl

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