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Trommeln für Glasfaseranschlüsse: Teilnehmer an der Infoveranstaltung. 

40 Prozent aller Haushalte müssen mitmachen

Hebertshausen plant Glasfaserausbau

Schnelles Internet dank Glasfasertechnik: Das hat die Gemeinde Hebertshausen geplant. 40 Prozent aller Haushalte müssten mitmachen. Die Frist: drei Monate. Bürgermeister Richard Reischl ist optimistisch. Doch er weiß: In seiner Gemeinde muss noch kräftig die Werbetrommel gerührt werden.

Hebertshausen – Die Gemeinde Hebertshausen hat beschlossen, für fast alle Haushalte im Gemeindegebiet einen Glasfaseranschluss zu realisieren. In den äußeren Ortsteilen gelingt dies über das staatliche Förderverfahren mit einer Kostenbeteiligung. Für Hebertshausen, Deutenhofen, Ampermoching, Prittlbach und Unterweilbach hat die Gemeinde für den Ausbau einen Vertrag mit dem Unternehmen Deutsche Glasfaser GmbH unterschrieben. Dieser umfasst den kostenlosen Ausbau mit Glasfasertechnik bis in die Wohnung hinein mit einer maximalen Bandbreite von 1000 Mbit/s. Das Giganetz ermöglicht den Anschluss für Internet, Telefon und Fernsehen. Die Angebotspakete dazu sind sehr lukrativ und günstig.

Damit es allerdings zum Ausbau kommt, müssen 40 Prozent aller Haushalte einen Vorvertrag mit der Deutschen Glasfaser GmbH unterzeichnen. Das bedeutet, dass von den rund 2000 Haushalten der Gemeinde rund 800 Haushalte mitmachen müssten. Und das bedeutet auch, dass innerhalb der nächsten drei Monate während der Bewerbungszeit eine entsprechende Anzahl von Menschen erreicht werden müssen. Deswegen werden in nächster Zeit eine Vielzahl von Werbeaktionen stattfinden.

Bürgermeister Richard Reischl hatte bereits zu einem Multiplikationstreffen in das Rathaus eingeladen. In der Hauptsache waren die Vertreter der örtlichen Vereine gekommen und auch Selbstständige. Sie alle lauschten dem Projektleiter der Deutschen Glasfaser, Bernhard Peterander. Er informierte die Besucher ausführlich über den Glasfaseranschluss. Ein Schlagwort hieß dabei „das Zukunftsnetz für Deutschland – rasend schnell durchs Netz mit 500 Mbit/s“. Dies gilt für Geschäfts- wie auch für Privatkunden. Wie von Peterander zu hören war, ist die Deutsche Glasfaser derzeit größter Anbieter – noch vor der Telekom.

Der Projektleiter erläuterte auch noch die vielen Vorteile eines Glasfaseranschlusses: „Kein Datenstau, Wertsteigerung der Immobilie, Glasfaser nicht nur bis zum Verteilerkasten in der Straße, sondern bis ins Haus, kostenloser Hausanschluss bei Abschluss eines Vertrages bis zum 31. Juli.“ Und: Die Glasfaser bietet noch ein kleines Zuckerl an. Werden Vertragsabschlüsse getätigt, dann kann ein örtlicher Verein im Vertrag genannt werden. Er erhält dann einen kleinen Betrag für die Vereinskasse.

Die Deutsche Glasfaser hat den Glasfaserausbau bereits mit den Nachbargemeinden Haimhausen und Vierkirchen vorangetrieben. Bürgermeister Richard Reischl und die Gemeinderäte sind zuversichtlich, dass die Vierzigprozenthürde genommen wird. Freilich muss dazu noch kräftig die Werbetrommel gerührt werden. Dazu hat die Deutsche Glasfaser bereits eine Service-Stelle im Gemeinschaftsraum der Feuerwehr Ampermoching eingerichtet. Sie ist täglich geöffnet. Des Weiteren lädt Bürgermeister Richard Reischl die Bevölkerung zu Informationsveranstaltungen ein. Diese finden statt am Montag, 4. Juni, um 19 Uhr im Gasthaus Wallner in Prittlbach, am Dienstag, 5. Juni, um 19 Uhr im Pfarrsaal in Ampermoching, am Mittwoch, 6. Juni, um 19 Uhr im Feuerwehrhaus in Unterweilbach und am Freitag, 8. Juni, um 19 Uhr im Sport- und Freizeitzentrum Hebertshausen (Olympia Gaststätte) an der Bürgermeister-Rabl-Straße. Bei diesen Veranstaltungen können natürlich Fragen gestellt und die Vorgehensweisen geklärt werden, sollte die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Deutschen Glasfaser die Anschlussvoraussetzungen schaffen.

Weitere Informationen sind auch dem neuesten Steinbock, dem Informationsblatt der Gemeinde, zu entnehmen. Die Deutsche Glasfaser selbst hat schon mit umfangreichen Werbemaßnahmen begonnen. So sind viele Plakatständer mit der Glasfaserwerbung aufgestellt, und an den Lichtmasten in der Bahnhofstraße hängen Werbe-Banner der Deutschen Glasfaser.

Klaus Rabl

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