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Mit Abstandsgarantie: Jasper Gülden nimmt seinen Corona-Hut entgegen. 

Primizfeier geht mit einem Fest auf der Kirchenvorplatz und einer Vesperandacht zu Ende

Schwebende Luftballons zum Abschluss der Primizfeier von Jasper Gülden

Warme Worte und Geschenke gab es bei der Primizfeier für Jasper Gülden. Unter anderem erhielt der junge Priester einen Corona-Hut.

Hebertshausen/Röhrmoos – Nach dem Primizgottesdienst in der Pfarrkirche von Hebertshausen feierte Neupriester Jasper Gülden mit geladenen Gästen auf dem Kirchenvorplatz seine Primiz auch in geselliger Runde. Noch einmal gab es Dank und warme Worte für den jungen Priester.

An den Tischen waren Namensschilder angebracht, sodass die Abstände wegen der Corona-Krise auch eingehalten werden konnten.

Landrat Stefan Löwl sagte unter anderem, dass „wir alle sehr glücklich sein können, so einen Tag feiern zu dürfen. Wir freuen uns mit Dir, wir freuen uns an Dir.“ Es sei in der heutigen Zeit etwas Besonderes, wenn ein junger Mensch seiner Berufung folge. „Sie verschenken Gott, sie verschenken Hoffnung und Liebe, und Sie leben es auch.“ Im Namen des Landkreises überreichte Löwl Gülden eine wunderschöne Kerze.

Der Hebertshausener Bürgermeister Richard Reischl berichtete, dass er eine Frage immer wieder gehört habe, als er von seiner Teilnahme an der Primizfeier sprach: „Ja, wer wird denn heute eigentlich noch Pfarrer? Meine Antwort: viel zu wenige.“ Für ihn als Kommunalpolitiker sei es vor allem eine Aufgabe, gute Entscheidungen zu treffen, die meistens den Verstand eines Menschen berühren können. „Was wir noch viel dringender bräuchten in unserer Gesellschaft sind Entscheidungen, die das Herz und die Seele berühren können. Und das ist vor allem die Kirche.“ Er hoffe, so Reischl, dass „künftig noch viele Menschen diesen Weg gehen. Wir sollten uns wieder mehr besinnen auf die Nächstenliebe und auf die Menschlichkeit.“

Reischls Röhrmooser Amtskollege Dieter Kugler sagte, dass es für ihn „eine besondere Ehre“ gewesen sei, schon bei der Priesterweihe im Dom dabei sein zu dürfen. Diese Ehre wird nur ganz wenigen zuteil.“ Kugler hatte außerdem auch noch eine Stola für den Neupriester mitgebracht.

Gülden verlässt den Pfarrverband Röhrmoos-Hebertshausen und geht nach Dachau in die Pfarrei St. Jakob. Als Kaplan ist er jedoch für die Filialkirche St. Kastulus in Prittlbach und die Filialkirche St. Johannes und Paulus in Arzbach weiterhin tätig.

Herzliche Worte für Jasper Gülden hatten auch die Pfarrverbandsratsvorsitzende Josefa Westermaier, die Generaloberin von Schönbrunn Benigna Sirl und die Pfarrerin Christiane Döring von der Gnadenkirche Dachau.

Für Heiterkeit sorgten Pastoralreferentin Verena Nette und Gemeindereferentin Margit Seegerer. Sie überreichten Jasper Gülden einen „Corona-Hut“, der mit langen runden Stäben gespickt war. „So kann Dir keiner zu nahe kommen“, lachte Seegerer.

Die farbenfrohen Luftballons, die an den Tischen befestigt waren, schwebten zum Abschluss der Feier in den blauen Himmel. „Mit der anschließenden Vesperandacht waren die Primizfeierlichkeiten dann endgültig vorüber.

        KLAUS RABL

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